Winter zeigt Muskeln - erstes Winterwochenende

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Ein Auto fährt am Freitag (16.12.2011) bei Winterberg die verscheinte Straße vom Kahlen Asten hinunter. Am Wochenende soll in den Hochlagen des Sauerlandes weiter Schnee fallen.

NRW - Er kam später als 2010, aber er kam: Der Winter hat in NRW mit Schnee und Eis für zahlreiche Unfälle gesorgt. Lange Staus bildeten sich vor allem im Sieger- und Sauerland. Am Wochenende können Wintersportler erstmals in NRW die Skier auspacken.

Der Winter hat am Freitagmorgen in Nordrhein-Westfalen seine Muskeln spielen lassen und damit viele Autofahrer überrascht: Bei Neuschnee und glatten Straßen gab es im Sauer- und Siegerland Staus von bis zu 20 Kilometern Länge.

Dort waren im Freitags-Berufsverkehr vor allem auf Höhenstrecken Lastwagen mit Sommerreifen liegengeblieben. Im Märkischen Kreis ereigneten sich 14 Unfälle, zwei Autofahrer erlitten leichte Verletzungen. Auch auf einigen Autobahnen ging zeitweilig nichts mehr: Die A 4 wurde zwischen Olpe und Kreuztal-Krombach zeitweise wegen Glätte gesperrt, auf der Sauerlandlinie A 45 ereigneten sich bis zum Vormittag ein Dutzend kleinerer Unfälle. Zwei Menschen erlitten leichte Verletzungen.

Weil Lastwagen wegen Schnee und Eis quer standen, bildeten sich immer wieder Staus. "Zum Teil waren die Staus länger als 20 Kilometer", sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei. Im Laufe des Vormittags sorgten Räumfahrzeuge wieder für freie Fahrt, und der Neuschnee ging in Regen über.

Auch im Kreis Minden-Lübbecke hatten Autos mit Schneeglätte zu kämpfen. Auf der B 239 stellte sich ein Sattelschlepper quer und blockierte die Fahrbahn. In Lübbecke geriet eine Autofahrerin ins Schleudern und prallte gegen einen Baum. Sie wurde schwer verletzt und konnte sich nicht mehr selbst aus dem Wagen befreien.

Das Orkantief "Joachim", das vor allem in Süddeutschland wütete, verschonte Nordrhein-Westfalen dagegen weitgehend. An einer Schule in Köln stürzte ein Baugerüst um. Verletzt wurde niemand. "Über uns ist das Zentrum des Sturms hinweggezogen und da ist Ruhe - wie im Auge des Orkans", sagte Oliver Klein vom Wetterdienst Meteomedia in Bochum.

Am Wochenende soll sich das Wetter wieder beruhigen, sagte Klein weiter. Es gebe jedoch immer wieder Regen und oberhalb von 200 bis 300 Metern auch Schnee - verbunden mit Glättegefahr. In Höhenlagen etwa auf dem Kahlen Asten sei mit einer festen Schneedecke von rund 50 Zentimetern zu rechnen. "Das wird das erste richtige Wintersport-Wochenende in NRW."

Bis zu 20 Zentimeter Schnee werden auch in der Hocheifel erwartet. "Der Winterdienst muss sich auf winterlichen Verkehr einstellen", sagte Bodo Friedrich vom Wetterportal eifelwetter.de. - lnw

Quelle: wa.de

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