Prognose für NRW

Winter bleibt mit Glätte, Frost und etwas Schnee

[UPDATE 18.30 Uhr] NRW - Für die einen ist es ein Wintermärchen, für andere eher ein Ärgernis: Während der Schnee sogar Wintersportler in die Parks der Städte lockt, bleibt das Wetter für Autofahrer gefährlich.

Der Schneewinter ist in Nordrhein-Westfalen in die zweite Woche gegangen. Es bleibt kalt, und auf den Straßen besteht weiter Glättegefahr. "Es kann sein, dass im Rheinland mal kurz die 1 Grad angekratzt werden", sagte am Montag Cornelia Urban, Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst in Essen. Aber Richtung Donnerstag sei wieder strenger Frost zu erwarten.

Glatte Straßen bereiteten am Montag den Autofahrern einen rutschigen Start in die Woche. 471 Verkehrsunfälle zählte die Landesleitstelle der Polizei in Neuss zwischen 6 und 12 Uhr. Dabei wurden 25 Menschen verletzt. Der Sachschaden beträgt nach Schätzungen etwa eine Million Euro.

Auf der viel befahrenen Autobahn 2 bei Bielefeld ging stundenlang nichts mehr. Lastwagen mit Sommerreifen kamen den Berg nicht hoch und blockierten die Fahrbahn. Zwar gab es nach Einschätzung der Polizei insgesamt mehr und längere Staus als sonst zum Wochenbeginn. Aber: "Trotz der Witterung läuft der Verkehr noch halbwegs normal", sagte ein Sprecher der Landesleitstelle.

Im Kreis Höxter prallte ein Bus mit etwa 60 Schülern gegen zwei Autos. Nach ersten Erkenntnissen kam bei dem Unfall in Steinheim kein Schüler zu Schaden. Einer der Autofahrer wurde nach Polizeiangaben dagegen leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

In den Städten mussten die Fußgänger nach den erneuten Schneefällen durch den Matsch stapfen. Kinder konnten Schlittenfahren und Wintersportler sogar in den Ballungsräumen auf Langlaufskier steigen. An den Flughäfen kam der Betrieb durcheinander. Am Düsseldorfer Airport wurden 44 Starts und Landungen gestrichen. Der Köln/Bonner Flughafen nahm zwölf Flugzeuge auf, die eigentlich in Frankfurt landen sollten.

Die Landwirte sind zufrieden mit der Eiszeit: "Das Wetter ist prima", sagte Bernhard Rüb, Sprecher der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Der Frost lockere den Boden und schütze vor Schädlingen. Die passende Bauernregel laute: "Ist der Winter warm, wird der Bauer arm." - lnw

Quelle: wa.de

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