NRW will Strafgefangene besser auf Arbeitssuche vorbereiten

[UPDATE 16.00 Uhr] DÜSSELDORF - Nordrhein-Westfalen will seine Strafgefangenen früher und besser auf das Arbeitsleben nach der Haftentlassung vorbereiten.

NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) und die NRW-Chefin der Bundesagentur für Arbeit, Christiane Schönefeld, unterzeichneten am Donnerstag in Düsseldorf eine Kooperationsvereinbarung. Gerade in Berufen mit Fachkräftemangel hätten sich die Chancen für Strafgefangene deutlich verbessert, sagte Schönefeld.

16 000 Gefangene werden jährlich in NRW aus dem Gefängnis entlassen. Bislang landeten etwa 80 Prozent von ihnen bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern. Fast die Hälfte der Haftentlassenen bundesweit werde binnen drei Jahren wieder straffällig.

Bislang endeten die Bemühungen im Strafvollzug um berufliche Integration mit der Haftentlassung. Dann beginne eine "Hochrisikozeit". Je besser die Integration in den Arbeitsmarkt gelinge, desto geringer sie die Rückfallquote. "Wir wollen beide möglichst wenig "Kunden" und langfristig Kosten reduzieren", sagte Kutschaty.

Künftig sollen sich Fallbetreuer der Arbeitsagentur noch vor deren Entlassung um die Gefangenen kümmern und mit der Beschäftigungsvermittlung beginnen.  - lnw

Quelle: wa.de

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