NRW will Castor-Behälter in Jülich lassen

Castoren im Forschungszentrum Jülich dpa

DÜSSELDORF ▪ Der Streit zwischen Landes- und Bundesregierung über den geplanten Castor-Transport vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus erreicht den Landtag. In einer Aktuellen Stunde wollen sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen erneut dafür verwenden, dass die 300 000 hochradioaktiven Brennelementekugeln in Jülich verbleiben, bis ein nukleares Endlager errichtet ist.

Die FDP wirft der Landesregierung vor, Ängste der Bürger vor den geplanten Brennelemente-Transporten zu schüren. Außerdem verlangt die CDU in einem Eilantrag Auskunft von der Landesregierung, ob sie in Jülich ein zweites atomares Zwischenlager in NRW plane.

Die Landesregierung will die Castor-Transporte verhindern. „Wir unterstützen den früheren Antrag des Forschungszentrums Jülich, die Ertüchtigung der Anlage durchzuführen und bieten Bundesumweltminister Herrn Röttgen hier Hilfestellungen an“, sagte gestern NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) unserer Zeitung. Der Bund als Eigentümer des Jülicher Atommülls müsse freilich auch die Kosten für die erforderliche bauliche Ertüchtigung tragen. ▪ dfb

Quelle: wa.de

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