Flugzeugabsturz 2013 in den Ruhrwiesen

200.000 Euro Schmerzensgeld: Der Piloten-Sohn soll zahlen

Fünf Menschen wurden getötet, drei Kinder überlebten den Absturz, nachdem diese Maschine im August 2013 in die Ruhrwiesen stürzte. - Archivfoto: Schoplick

Wickede/Arnsberg - 200.000 Euro Schmerzensgeld nebst Zinsen - dieses Urteil hat jetzt das Landgericht Arnsberg zugunsten des heute fünfjährigen Mädchens gefällt, das bei dem Flugzeugabsturz 2013 in den Ruhrwiesen schwer verletzt worden war.

Das Grund- und Teilurteil spricht damit eindeutig dem ebenfalls getöteten Piloten die Schuld für die Tragödie zu, bei der von acht Insassen der einmotorigen Maschine insgesamt fünf an der Ruhr den Tod fanden

Die vom Gericht zugesprochene Forderung kommt nun auf den Sohn des Piloten als Rechtsnachfolger zu.

Nachdem für das Gericht der im Laufe des Verfahrens zäh umrungene Vorwurf der Verschuldung als erwiesen gilt, ist der Beklagte verpflichtet, auch künftige Ansprüche des Unfallopfers zu tragen, sofern sie nicht durch Sozialversicherungsträger abgedeckt sind. 

Das dürfte Unwägbarkeiten mit sich bringen. So ist zu erwarten, dass sich bei Ansprüchen in der Zukunft weitere Verfahren ergeben, weil zu klären ist, ob künftige Ansprüche tatsächlich aus den Folgen des Flugunfalls resultieren. 

Flugzeugabsturz bei Wickede

Das heute fünfjährige Mädchen hatte schwere Kopfverletzung erlitten, war mit einer offenen Kopfwunde ins Krankenhaus eingeliefert worden und hatte dort eine künstliche Schädelplatte erhalten. 

Das Kind hatte eine irreparabele Hirnschädigung erlitten und wird zeitlebens an den Folgen der Verletzung zu tragen haben.

Rechtskräftig ist das Urteil gegenwärtig noch nicht. Der Sohn des Piloten hat nach Zugang einen Monat Zeit, Berufung einzulegen. Berufungsinstanz ist dann das Oberlandesgericht in Hamm.

Quelle: wa.de

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