Extrem-Wetter heute

Schnee-Chaos in NRW: Gefahr auf der A2 - Feuerwehr mit eindringlicher Warnung

Es geht weiter mit dem Extremwetter in NRW. Nach dem Schnee kommt jetzt die Eiseskälte. Was Sie zum Wetter in NRW am Mittwoch wissen müssen.

  • Schnee-Chaos in NRW: Die Witterung sorgt für erhebliche Probleme.
  • Bei dem Extremwetter kommt es immer wieder zu Staus auf den Autobahnen in NRW - besonders heftig auf der A2 (siehe Update vom 9. Februar, 6.30 Uhr und 10.09 Uhr).
  • Die Niederschläge sollen in den kommenden Tagen weniger werden, der Schnee allerdings liegen bleiben. (siehe Update vom 10. Februar, 8.33 Uhr).

Update vom 10. Februar, 11.30 Uhr: Die Feuerwehr warnt eindringlich davor, vereiste Teiche und Seen zu betreten. „Leider halten sich die Leute nicht immer an die Betretungsverbote für solche Eisflächen“, sagte ein Sprecher der Dortmunder Feuerwehr. In Bergkamen brach ein Junge (10) in einen Teich ein. Couragierte Anwohner retteten ihn.

Update vom 10. Februar, 11.11 Uhr: Auch wenn sich nach Angaben der Polizei Bielefeld die kilometerlangen Staubildungen gelöst haben (siehe Update vom 10. Februar, 6.59 Uhr) besteht zwischen der Landesgrenze zu Niedersachsen und Oelde auf dem gesamten Streckenabschnitt der A2 weiterhin „eine latente Gefahr durch eine hohe zweistellige Anzahl parkender LKW auf den Seitenstreifen.“ Aufgrund der stundenlangen Wartezeiten im Stau und der zum Teil nicht vorhandenen Nutzbarkeit von Parkplätzen durften die Fahrzeugführer nicht weiter fahren und waren zur Ableistung ihrer Ruhezeiten gezwungen.

Wie die Polizei Bielefeld berichtet, bildet das Freiräumen oder Freihalten der Fahrbahnen und Seitenstreifen einen Schwerpunkt bei den heutigen Einsatzmaßnahmen. Die Polizei rät nach wie vor allen Verkehrsteilnehmern, nicht notwendige Fahrten, insbesondere auf den Autobahnen, zu vermeiden.

Schnee-Chaos in NRW: Lkw-Fahrer mit Essen versorgt - Kein Stau, aber Gefahr auf der A2

Update vom 10. Februar, 9.56 Uhr: Sieben gestrandete Lkw-Fahrer ohne Essen und Getränke sind auf einem Rastplatz an der A44 bei Unna versorgt worden. Eine Spedition aus den Niederlanden hatte sich am Dienstagnachmittag bei der Polizei im Kreis Unna gemeldet und die Lage der Fahrer geschildert. Sie seien seit Montagmorgen wegen des Schnees zum Stillstand gezwungen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) kümmerte sich um die gestrandeten Sattelzug-Fahrer.

Update vom 10. Februar, 8.33 Uhr: In den kommenden Tagen sind in Nordrhein-Westfalen kaum noch Schneefall, aber weiterhin teils eisig kalte Temperaturen zu erwarten. Schneefälle gebe es laut einer Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Mittwoch nur im Bergland sowie in Ostwestfalen. Überwiegend bleibt es in NRW demnach tagsüber niederschlagsfrei. Die Höchstwerte erreichen bei Dauerfrost demnach minus 3 bis minus 6 Grad .Auch in der Nacht zu Donnerstag sind keine neuen Schneefälle angekündigt. Dennoch wird die weiße Pracht wohl noch eine Weile liegen bleiben. Inzwischen gibt es erste Prognosen, wann der Schnee in NRW schmelzen könnte.

Update vom 10. Februar, 7.51 Uhr: Im Berufsverkehr müssen Autofahrer mit langen Staus auf den Autobahnen rechnen - sowohl im Ruhrgebiet als auch in Westfalen. Nach den Daten von Verkehr.NRW bildeten sich auf der A2 zwischen Recklinghausen und Kamen auf mehreren Abschnitten Staus mit einem Zeitverlust von bis zu einer Stunde. Auch auf der A40 zwischen Essen und Bochum mussten Autofahrer stellenweise eine Dreiviertelstunde mehr einplanen. Als Grund für die Staus sieht die Landesleitstelle der Polizei das erhöhte Verkehrsaufkommen durch Pendler am Morgen. Wegen Glätte-Gefahr und Restschnee wird auf den Autobahnen zudem langsamer gefahren.

Schnee-Chaos in NRW: Drei Personen bei Glätteunfall in Remscheid schwer verletzt

Update vom 10. Februar, 6.59 Uhr: In Ostwestfalen bremst einsetzender Schneefall am Mittwochmorgen erneut den Verkehr aus. Betroffen ist die Autobahn 2 bei Bad Eilsen. Wie die zuständige Polizei Bielefeld mitteilt, staut sich aktuell der Verkehr an der Landesgrenze zu Niedersachsen. In Fahrtrichtung Hannover sind demnach zwei von drei Fahrstreifen befahrbar, in der Gegenrichtung Richtung Dortmund nur einer. Zudem fing es am Morgen wieder an zu schneien. Unfälle gab es laut Polizei zunächst nicht. Der Stau auf der A2 bei Bielefeld, wegen dem zahlreiche Menschen die Nacht zuvor in ihren Fahrzeugen verbringen mussten, habe sich am Dienstagabend wieder aufgelöst. Gleiches gilt für die Autobahn 30 in Fahrtrichtung Hannover, zwischen Bad Qeynhausen und der Anschlussstelle Löhne. Sinkende Temperaturen und die glatte Fahrbahn erschweren jedoch weiterhin die Fahrt an vielen Stellen der A2

Update vom 10. Februar, 02.45 Uhr: Bei einem Glätteunfall in Remscheid sind drei Menschen schwer verletzt worden. Ein 25-jähriger Autofahrer war am späten Dienstagabend beim Einfahren in eine Unterführung ins Schleudern geraten, wie die Polizei mitteilte. Das Auto prallte erst gegen eine Betonwand, schleuderte dann über die Straße und kam schließlich an einer Wand auf der anderen Straßenseite zum Stehen. Neben dem Fahrer wurden durch den Aufprall auch seine beiden Mitfahrer schwer verletzt.

Update vom 9. Februar, 21.39 Uhr: Nach Angaben der Polizei entwickelt sich die Staulage auf den ostwestfälischen Autobahnen „dynamisch“. Der Verkehr fließe dank der Zusammenarbeit von Polizei, Autobahnmeisterei, Technischem Hilfswerk, Feuerwehr und vielen Hilfsorganisationen wieder langsam. Die sinkenden Temperaturen erschwerten jedoch die Weiterfahrt an vielen Stellen. Der Appell lautet deshalb weiterhin: „Die A2 weiträumig meiden!“ Außerdem erinnert die Polizei daran, dass auf dem Standstreifen ein absolutes Halteverbot gilt. Lastwagenfahrer dürfen den Standstreifen nicht für Pausen oder gar zum Übernachten nutzen. „Da die A2 in Fahrtrichtung Hannover komplett für den Verkehr freigegeben ist sowie in Fahrtrichtung Dortmund die A2 durchgängig einspurig befahrbar ist, nutzen Sie eine der Autobahn-Abfahrten und suchen Sie dann sichere Parkplätze für eine Übernachtungsmöglichkeit.“

Update, 9. Februar, 21.34 Uhr: In Neuss ist ein Wildschwein durch die Eisdecke eines Pools gekracht und hat ein unfreiwilliges Bad genommen. Die Feuerwehr eilte zur Rettung und fand eine Lösung, um dem Tier aus seiner misslichen Lage zu helfen.

Update vom 9. Februar, 16.58 Uhr: Seit Montagabend gibt es massive Stau-Probleme auf der A2 bei Bielefeld, die auch am Dienstagnachmittag noch aktuell sind. Wie erwartet wird die Polizei Bielefeld noch mindestens in die Abendstunden damit beschäftigt sein, den Verkehr abzuleiten. Bereits in der vergangenen Nacht mussten ja bereits hunderte Autofahrer in ihren Fahrzeugen ausharren. Da immer wieder Lkw auf der Autobahn in Richtung Dortmund liegen bleiben, könne es laut einer Polizeisprecherin auch in der Nacht noch Probleme geben. Unklar ist auch, ob sich aufgrund der extremen Temperaturen wieder neues Glatteis bildet.

Update vom 9. Februar, 15.47 Uhr: Nachdem es in Bielefeld, allen voran auf der A2, zahlreiche Vorkommnisse aufgrund der Schnee-Situation gab, blickt die Polizei Bielefeld jetzt auf die Einsatzlage in den vergangenen Tagen zurück. Besonders ins Gewicht fällt der lange Stau auf der A2, wegen dem hunderte Autofahrer die Nacht zu Dienstag in ihren Fahrzeugen verbringen mussten. Demnach sei es auf der A2 zu Verkehrsbehinderungen gekommen, weil Lkw quer standen oder sogar komplett liegen blieben. Insgesamt gab es im Einsatzgebiet 105 witterungsbedingte Unfälle, acht Personen wurden dabei verletzt. Von diesen erlitten eine Person schwere und sieben Personen leichte Verletzungen. Es entstand zudem ein Sachschaden von 251.600 Euro.

Update vom 9. Februar, 14.58 Uhr: In mehreren NRW-Städten und Regionen, sind die von Schnee und Eis besonders betroffenen sind, rückten Busse auch am Dienstag nicht aus. Grund für die Zurückhaltung sind die glatten Straßen, wegen der Eisesglätte sei das Unfall-Risiko derzeit noch zu hoch. Ab Mittwoch planen Städte wie Bielefeld dann aber wieder mit einem ersten eingeschränkten Busverkehr. Die Stadt Münster will noch am Dienstagnachmittag wieder einen ersten Linienbus auf die Straße lassen. Weiter in Richtung Westen sah die Lage am Dienstag schon besser aus: Im Kreis Wesel und im westlichen Duisburg kam der Busverkehr am Dienstag schrittweise mit einzelnen Linien wieder in Gang.

Update vom 9. Februar, 14.15 Uhr: Nach wie vor gibt es auf den Autobahnen in NRW zahlreiche Gefahrenstellen. Zudem kommt es durch die winterlichen Witterungsbedingungen nach wie vor immer wieder einige aktuelle Unfälle. Wie die Polizei Dortmund auf Anfrage mitteilt, gibt es aktuell unter anderem Gefahrenstellen auf der A2 Richtung Hannover und Oberhausen, der A45 Richtung Oberhausen, der B1 Richtung Unna, der B236 Richtung Schwerte sowie in Unna am Westfalendamm, der zur A44 wird.

Aktuell gibt es auch einen Unfall auf der A44 Richtung Kassel auf der Zufahrt zur A1 Richtung Köln, bei dem drei Pkw beteiligt sind. Grund für die wiederkehrenden Gefahrenstellen oder gar Unfälle sind Lkw, die sich festfahren sowie glattes Eis auf der Fahrbahn. Die Polizei Dortmund rät daher noch einmal ausdrücklich, nicht notwendige Autofahrten zu unterlassen.

Update vom 9. Feburar, 13.30 Uhr: Drei Bewohner einer Dachgeschosswohnung in Herford haben ihre Wohnung versucht mit einem Grill zu heizen. Ihre Heizung war bei den Extrem-Temperaturen ausgefallen. Eine Bewohnerin erlitt eine Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung erlitten und verlor das Bewusstsein. Die Polizei warnte: „Die Benutzung von Grills in Innenräumen ist lebensgefährlich.“ Die aufsteigenden Gase seien farb- und geruchslos und würden daher häufig zu spät bemerkt.

Update vom 9. Februar, 13.28 Uhr: Die Polizei in Dortmund meldet zwölf Gefahrenstellen auf den Autobahnen in ihrem Einsatzgebiet.

Update vom 9. Februar, 11.18 Uhr: Auch wenn der Flugverkehr aufgrund der Coronavirus-Pandemie eh eingeschränkt ist, jetzt ist er komplett zum Erliegen gekommen: Wegen Schnee und Eis auf der Landebahn starten und landen auch am Dienstag am Flughafen Dortmund keine Flugzeuge. Wie schon am Montag sei der Flugbetrieb ausgesetzt, teilte der Flughafen mit. Die geplanten Flüge werden zu anderen Flughäfen umgeleitet. 

Update vom 9. Februar, 10.09 Uhr: Ein Blick auf die Autobahnen in NRW und vor allem im Ruhrgebiet zeigt, dass die Lage noch nicht entspannt hat: Hier findet Sie einen Überblick über den Zustand der Fahrbahnen via Webcams. Ein Blick auf die Karten von NRW zeigt, dass es zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen kommt. Aktuell staut es sich besonders heftig auf der A2, auf der A1, A44 und der A40. Die Autobahn 1 bei Münster ist gesperrt worden. Ein Lkw ist laut Polizei gegen die Mittelschutzplanke gerutscht und quer auf der Fahrbahn zu Stehen gekommen - das Abschleppen verzögert sich.

Bundesland NRW
Bevölkerung17,93 Millionen
Gründung23. August 1946
HauptstadtDüsseldorf

Update vom 9. Februar, 9.04 Uhr: Züge und Bahnen in NRW verspäten sich noch immer oder fallen sogar ganz aus. Die Deutsche Bahn hat mitgeteilt, dass für den Fernverkehr besonders der Knotenpunkt Dortmund betroffen ist. Auch im Nahverkehr gibt es starke Einschränkungen. Dies betreffe vor allem den Norden von Nordrhein-Westfalen, hieß es von der DB. Es werde den ganzen Tag über mit Verzögerungen gerechnet. Die Bahn rät allen Reisenden und Pendlern, die ihre Fahrt nicht verschieben können, ihre Verbindung vor dem geplanten Fahrtantritt zu überprüfen.

Update vom 9. Februar, 6.30 Uhr: Es ist kalt in NRW. Sehr kalt. Und bei dieser Eiseskälte mussten zahlreiche Autofahrer die Nacht auf der A2 verbringen. Der durch heftigen Schneefalls ausgelöste Stau auf der A2 bei Bielefeld hat sich bis zum frühen Dienstagmorgen nicht aufgelöst. Fahrer und Mitfahrende verbrachten bei der eisigen Kälte zum Teil mehr als zwölf Stunden in ihren fest sitzenden Fahrzeugen. Bereits am Montagmittag waren Lastwagen auf der Autobahn wegen des Schnees stecken geblieben. Der Rückstau zog sich zwischenzeitlich über 37 Kilometer. Die Autobahn wurde in beiden Fahrtrichtungen gesperrt - insgesamt bildeten sich rund um Bielefeld zeitweise mehr als 70 Kilometer Stau. Auch bei Dortmund musste die A2 am Montag zwischenzeitlich gesperrt werden. Es staute sich auf zehn Kilometer, löste sich in der Nacht jedoch auf.

Update vom 8. Februar, 23.55 Uhr: Der Verkehr auf der A2 ist am Montag komplett zum Erliegen gekommen. Bei Dortmund saßen Verkehrsteilnehmer stundenlang fest. Nach Polizeiangaben hatten sich seit dem Nachmittag Dutzende Lastwagen festgefahren, die vom Technischen Hilfswerk befreit werden mussten. Zwischen der Abfahrt Kamen/Bergkamen und dem Autobahnkreuz Dortmund kam niemand mehr durch. Unfälle gab es nicht. Feuerwehr und THW versorgten die Auto- und Lastwagenfahrer, die in der Kälte ausharren mussten.

Update vom 8. Februar, 23.13 Uhr: Bahnpendler müssen sich auf den nächsten Tag ohne Zugverkehr einrichten. Eurobahn teilt soeben mit: „Der Zugverkehr ist aus Sicherheitsgründen bis voraussichtlich Dienstag, 9. Februar, ca. 18 Uhr eingestellt. Aufgrund der aktuellen Wetterprognosen sind bis Donnerstag weiterhin erhebliche Einschränkungen zu erwarten. Bei der schweren Wetterlage und schlechten Straßenverhältnissen kann ein Busnotverkehr werden.“

Update vom 8. Februar, 21.10 Uhr: Mitarbeiter der Uniklinik Münster haben kilometerlange Fußmärsche auf sich genommen, um trotz des Schneesturms zum Dienst zu kommen. Der Pflegedirektor der UKM, Thomas van den Hooven berichtete, unter anderem sei eine Mitarbeiterin von Havixbeck drei Stunden zum Dienst gelaufen; eine andere habe in zweieinhalb Stunden neun Kilometer zurückgelegt.

Update vom 8. Februar, 21 Uhr: Angesichts klirrender Kälte haben viele NRW-Städte an Obdachlose appelliert, sich in Notunterkünfte zu begeben - und an Passanten, hilflose Personen zu melden. Viele Obdachlose erreicht die offensive Werbung für den warmen Schlafplatz nicht: Sie harren weiter in der Kälte aus. Gründe dafür gibt es viele. Auch die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus spielt eine Rolle. Andere, die zum Beispiel geflüchtet oder aus Osteuropa zugewandert sind, fürchten, Deutschland verlassen zu müssen, nachdem sie „offiziell“ in Notunterkünften untergekommen sind. Andere lehnen Notunterkünfte grundsätzlich ab. Schätzungen zufolge leben in NRW etwa 10.000 Menschen auf der Straße.

Wetter/Schnee in NRW: Fahrverbot für Lastwagen verlängert

Update vom 8. Februar, 19.12 Uhr: Das Fahrverbot für Lastwagen auf Autobahnen in Westfalen soll bis 22 Uhr am Montagabend gelten. Nach Abklingen des Berufsverkehrs werde es aufgehoben, teilte die Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH mit.

Update vom 8. Februar, 16.12 Uhr: Die Eurobahn hat ihre Prognose zum Zugverkehr aktualisiert: „Aufgrund des Unwetters muss der Zugverkehr der Eurobahn auf einigen Linien bis voraussichtlich Dienstag, 9. Februar, ca. 10 Uhr eingestellt werden. Aufgrund der aktuellen Wetterprognosen sind auch am Dienstag weiterhin erhebliche Einschränkungen zu erwarten. Bei der schweren Wetterlage und schlechten Straßenverhältnissen kann ein Busnotverkehr nicht garantiert werden.“ 

Update vom 8. Februar, 15.09 Uhr: Der Flugbetrieb am Dortmunder Flughafen bleibt bis mindestens 18 Uhr ausgesetzt. Die Schließung wurde damit verlängert. „Sicherheit geht vor“, heißt es bei Twitter seitens des Flughafens. Der Kampf gegen das Eis dauert an.

Wetter/Schnee in NRW: Innenministerium mit Zwischenbilanz zu Einsätzen

Update vom 8. Februar, 14.58 Uhr: Aus dem NRW-Innenministerium heißt es mit Blick auf Eisregen, Sturm und viel Schnee, dass es vor allem das Münsterland und Ostwestfalen kalt erwischt habe. Am Wochenende seien in NRW Einsatz- und Rettungskräfte in mehr als 2000 Einsätzen stark gefordert gewesen. „Ich danke allen, die für uns am Wochenende ununterbrochen draußen in der Kälte waren und es weiterhin sind. Nur, weil tausende freiwillige und hauptamtliche Einsatz- und Rettungskräfte auf den Straßen helfen, ist das große Chaos ausgeblieben“, sagte Innenminister Herbert Reul. Gleichzeitig bat er alle Bürger, weiterhin vorsichtig zu sein.

Die Wochenendbilanz der NRW-Polizei weist 1568 Einsätze aus, darunter 729 Verkehrsunfälle (Stand: 8. Februar, 6 Uhr). Ein Fahrer starb in Duisburg, weil er mit seinem Wagen in einen Bach gestürzt war. Bei weiteren Unfällen wurden drei Menschen schwer und 63 leicht verletzt. 122 Menschen verletzten sich demnach aufgrund der Witterungsverhältnisse leicht - aber ohne Beteiligung an einem Verkehrsunfall.

Die Feuerwehren und Hilfsorganisationen in NRW rückten dem Ministerium zufolge zu 717 Einsätzen aus. 3733 Kräfte waren im Einsatz (Stand: 8. Februar, 10 Uhr). Sie halfen bei Verkehrsunfällen, liegen gebliebenen Fahrzeugen, Sturmschäden oder umgekippten Bäumen

Wetter/Schnee in NRW: Bahnverkehr steht weiter still - kaum Busse

Update vom 8. Februar, 14.42 Uhr: Der Schienenverkehrsanbieter Keolis, in Westfalen meist unter der Marke „Eurobahn“ unterwegs, hat den Verkehr auf seinen Linien aufgrund der Witterung bis zunächst 16 Uhr komplett eingestellt. Vielfach sei ein Ersatzverkehr mit Bussen wetterbedingt ebenfalls nicht möglich.

Im Regionalverkehr der DB kann der Betrieb, nach Auskunft der Bahn-Pressestelle in Düsseldorf, im Norden von Nordrhein-Westfalen voraussichtlich nicht vor dem Nachmittag wieder aufgenommen werden. Die DB rät allen Reisenden und Pendlern, die ihre Fahrt nicht verschieben können, ihre Verbindung rechtzeitig vor dem geplanten Fahrtantritt auf bahn.de/aktuell oder im DB Navigator zu überprüfen. „Die umfangreichsten Störungen haben wir im Bereich Münster, Bielefeld, in Ostwestfalen/Lippe und im Sauerland“, sagte ein Bahnsprecher.

Für das Bahnunternehmen Abellio ließ sich am Mittag nicht einschätzen, wann es eventuell zu einer Normalisierung der Verkehrslage kommen könnte. Die Situation auf den Schienen sei momentan sehr dynamisch und ändere sich stetig, so Abellio-Sprecherin Franka Spiekermann: „Durch den Schneefall und die Minusgrade kommt es zu erheblichen Beeinträchtigungen an der Infrastruktur, mit denen wir zu kämpfen haben. Vereinzelt treten auch witterungsbedingte Störungen an Fahrzeugen auf.“

Relativ gute Nachrichten aber für den Märkischen Kreis von Abellio: Zwar gebe es Einschränkungen im Raum Iserlohn/Letmathe. „Auf der Strecke Hagen – Siegen läuft der Verkehr mit einigen Verspätungen jedoch relativ stabil“, so Sprecherin Spiekermann.

Wetter/Schnee in NRW: Nach dem Schneefall kommt die große Kälte

Update vom 8. Februar, 14.17 Uhr: Der Schneefall soll ab morgen in NRW so langsam ein Ende finden. Aber: Jetzt kommt die große Kälte. In der Nacht zum Dienstag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) strengen Frost bei minus 9 bis minus 16 Grad. Auch in den folgenden Nächten werden ähnliche zweistellige Tiefstwerte bis minus 15 oder bei aufklarendem Himmel sogar stellenweise bis minus 17 Grad erwartet. Am Dienstag könnten zwar noch hier und da Schneeflocken fallen, zunehmend lockerten die Wolken aber auf und es werde sonnig - Tauwetter ist bei den Temperaturen aber nicht zu erwarten.

Update vom 8. Februar, 14.10 Uhr: Wer seinen Termin für die Corona-Impfung wegen des Winter-Chaos auf den Straßen nicht einhalten kann, muss sich laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann keine Sorgen machen. Sie sollten dann am Dienstag zur gleichen Uhrzeit ins Impfzentrum kommen und müssten vorher auch nicht anrufen. Das gehe ganz „unkompliziert“, betonte Laumann am Mittag in Düsseldorf. Das gelte auch für weitere Tage, wenn das Wetter so schlecht bleibe.

Update vom 8. Februar, 11.47 Uhr: Das Lkw-Fahrverbot auf den Autobahnen in Westfalen wird aufgrund der anhaltenden Schneefälle bis Montag, 18 Uhr, verlängert. Das teilte die Autobahn Westfalen mit. Damit dürfen auf den Autobahnen in den westfälischen Regierungsbezirken Detmold, Arnsberg und Münster keine Lastwagen fahren, ebenso auf der A1 , A30 und A33 im Landkreis Osnabrück (bis 24 Uhr).

Update vom 8. Februar, 9.56 Uhr: Der Flughafen Dortmund stellt seinen Flugbetrieb ein, weil die Start- und Landebahn vereist ist. Demnach sollen voraussichtlich bis 13 Uhr keine Maschinen am Dortmund Airport landen oder starten. Flugzeuge mit Ziel Dortmund würden nach Köln/Bonn umgeleitet, sagte eine Sprecherin. Dort, wie auch am größten NRW-Flughafen in Düsseldorf, lief der Flugbetrieb am Montagvormittag ohne Beeinträchtigungen. 

Wetter in NRW: Warnung vor Eis auf Straßen - kaum Züge und Busse

Update vom 8. Februar, 8.30 Uhr: Stillstand auf den Straßen in und rund um Dortmund. Schnee und Glätte sorgen auch am Montagmorgen für eine angespannte Verkehrslage. Daher bittet die Polizei: „Bleiben Sie, wenn möglich, zu Hause!“ Wer kann, soll im Homeoffice bleiben.

Update vom 8. Februar, 7.30 Uhr: Das extreme Wetter hat der Polizei in NRW innerhalb von 24 Stunden insgesamt 720 Einsätze beschert. Bis Montagmorgen 6.00 Uhr seien die Beamten zu 507 witterungsbedingten Unfällen gerufen worden. Bei den Unfällen habe es einen Toten und 37 leicht verletzte Personen gegeben. In Duisburg war am Sonntag ein Wagen von der Straße abgekommen und in einem Bach gelandet. Dabei starb der Fahrer. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden bei den Unfällen auf 1,7 Millionen Euro.

Update vom 8. Februar, 7.11 Uhr: Es gibt heute noch mehr Schnee in NRW. Vor allem im nördlichen Westfalen ist mit einigen Zentimetern Neuschnee zu rechnen. Starke Windböen sorgen für Verwehungen der Schneedecke. Ab der kommenden Nacht sollen die Schneefälle dann langsam abklingen.

Update vom 8. Februar, 7.01 Uhr: Beim Bahn-Fernverkehr ist aktuell besonders der Knotenpunkt Dortmund betroffen, wie die Deutsche Bahn mitteilt. Es werde mit Verzögerungen bis zum Vormittag gerechnet. Auch der Nahverkehr bleibt in weiten Teilen Westfalens vorerst bis 9 Uhr eingestellt. Folgende Linien fallen demnach aus: RE2, RE17, RE18, RE42 sowie zahlreiche Regionalbahn- und S-Bahn-Linien. Die Deutsche Bahn rät allen Reisenden und Pendlern, die ihre Fahrt nicht verschieben können, ihre Verbindung rechtzeitig vor dem geplanten Fahrtantritt zu überprüfen.

Update vom 8. Februar, 6.33 Uhr: Schnee und Eis sorgen in NRW auch heute für schwere Verkehrsbehinderungen. Die Polizei riet Autofahrern, viel mehr Zeit für die Fahrt zur Arbeit einzuplanen. Im öffentlichen Nahverkehr wollen die Verkehrsbetriebe ihren am Sonntag eingestellten Betrieb am Montagmorgen wieder aufnehmen und hoffen, dass die Straßen bis dahin freigeräumt sind. Die Deutsche Bahn rechnet auch heute mit Verspätungen und Zugausfällen und rät Reisenden, sich eine Stunde vor Abfahrt über die geplante Fahrt zu informieren.

Das Lkw-Fahrverbot (Laster über 7,5 Tonnen) auf den Autobahnen in Westfalen und Teilen Niedersachsens wird bis Montagmittag um 12 Uhr ausgeweitet. Grund sei der anhaltende Schneefall, teilte die Autobahn Westfalen mit. Zudem seien einige Autobahnen so stark vereist, dass es derzeit unmöglich sei, die Fahrbahnen komplett eis- und schneefrei zu bekommen.

Wetter in NRW: Mehr Schnee am Montag - kaum Züge und Busse unterwegs

[Erstmeldung vom 7. Februar] NRW - Nach dem Glatteis in der Nacht zu Sonntag kam der große Schnee. Schneehöhen von im Schnitt 15 bis 20 Zentimeter in weiten Teilen von NRW misst die Wetterkarte von Kachelmannwetter. Speziell das Münsterland und Ostwestfalen waren betroffen. Und das Wetter bleibt winterlich. Nach dem Schneechaos kommen Minustemperaturen bis zu 20 Grad unter null.

Wetter/Schnee in NRW: Bahnverkehr und Busverkehr komplett eingestellt

Der Schnee wird auch am Montag in NRW zu vielen Verkehrsbehinderungen führen. Polizei, Feuerwehr und Straßendienste warnen bereits am Sonntagabend vor Schneechaos am Montagmorgen im Berufsverkehr. Schon am Sonntag musste der Regionalverkehr der Bahn im nördlichen NRW nahezu komplett eingestellt werden. Auf den Autobahnen kam es immer wieder zu Unfällen und Sperrungen. Zahlreiche Städte und Kreise stellten zudem ihren Busverkehr komplett ein.

Egal, mit welchem Verkehrsmittel Sie am Montagmorgen unterwegs sind - informieren Sie sich vorher über die Straßenlage und die Situation im Bahnverkehr. Viele Städte und Kreise haben bereits angekündigt, dass es auch am Montag zu großen Einschränkungen kommt. Und ein wichtiger Hinweis für Arbeitnehmer: Mit Bezug auf das Wetter können Beschäftigte nicht zu Hause bleiben. Das gilt für den Arbeitsweg bei Schneechaos.

  • In Hamm wird es am Montagmorgen nur einen Notfall-Fahrplan im Busverkehr geben. In Hamm gab es am Sonntag einen kurzzeitigen Stromausfall und Probleme mit einer Fernwärmeleitung.
  • Auf der A2 bei Hamm stoppte die Polizei einen Porsche ohne Winterreifen - der Fahrer hatte eine peinliche Erklärung.
  • Im Kreis Soest wird es bei der Eurobahn Montagmorgen weiter Ausfälle und Verspätungen geben. In Soest musste mehrmals die Feuerwehr ausrücken, weil Dächer einsturzgefährdet waren.
  • Im Märkischen Kreis ist der Busverkehr ebenfalls eingestellt worden. Mehrere Bäume stürzten wegen der Schneelast auf die Straßen.
  • Im Kreis Unna sind die Straßendienste ununterbrochen unterwegs. In Teilen des Kreises fällt am Montag die Müllabfuhr aus.
  • Lesen Sie unsere komplette Berichterstattung über den Schnee in NRW am Sonntag hier diesem News-Ticker vom Vortag.

Wetter/Schnee in NRW: Räumdienste kommen nicht hinterher

Das Problem am Sonntag: Der Schnee fiel stundenlang. Die Räumdienste kamen gar nicht gegen die Schneemassen an. Kaum waren die Straßen geräumt, schon war die nächste Schicht Schnee gefallen.

  • In Wuppertal mussten Einsatzkräfte sechs Menschen aus einer Schwebebahn befreien. Die Fahrgäste wurden mit Drehleitern aus luftiger Höhe befreit.
  • In Hagen brach ein Zirkuszelt unter der Schneelast zusammen. Im Zelt befanden sich sieben Pferde, zwei Kamele, zwei Ziegen sowie zwei Lamas. Auch sie kamen mit dem Schrecken davon.
  • In Ostwestfalen wurden am Sonntag zwei Fußballspiele abgesagt: In der Bundesliga das Duell Arminia Bielefeld gegen Werder Bremen, in Liga zwei die Partie des SC Paderborn gegen den 1. FC Heidenheim.
  • In Bielefeld sperrte die Polizei rund zwei Stunden lang die Autobahn 2 am Bielefelder Berg, weil die Räumfahrzeuge nicht hinterherkamen.
  • Auf den Autobahnen in den Regierungsbezirken Münster und Detmold ordneten die Behörden ein Fahrverbot für alle Lastwagen ab 7,5 Tonnen bis 20.00 Uhr an.
  • In Münster blieben sogar große Räumfahrzeuge im Schnee stecken und mussten von Traktoren und Feuerwehrfahrzeugen freigeschleppt werden.

Wetter/Schnee in NRW: Probleme am Montag vor den Impfzentren

Und nicht nur auf den Straßen bereitet der Schnee Probleme in NRW: Einige Städte und Kreise im Norden des Bundeslandes rechnen damit, dass der viele Schnee auch Auswirkungen auf den Start der Corona-Impfzentren haben, in denen landesweit erstmals Menschen ab 80 Jahren geimpft werden sollen, die zu Hause leben.

Einige Städte und Kreise wie Münster, Borken, Warendorf, Steinfurt und Coesfeld haben Senioren mit Impftermin daher die Möglichkeit gegeben, erst Dienstag zum jeweiligen Impfzentrum zu fahren.

Schneechaos in NRW: Eisige Temperaturen bis zu minus 20 Grad

Und nicht nur der Schnee wird NRW im Griff haben. Dazu kommen Temperaturen, die wir in NRW lange nicht mehr erlebt haben. Die Wetterdienste prognostizieren bis zum Wochenende Temperaturen am Tag zwischen -5 und -8 Grad. Nachts wird es zwischen -15 und -20 Grad kalt. Das Erfreuliche: Ab Mittwoch bleibt es dabei tagsüber weitgehend sonnig. Spätestens am Dienstag sollen letzte Schneeschauer fallen.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

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