Innenminister dankt allen Einsatzkräften

Sturm-Bilanz NRW: Drei Tote, 100 Verletzte, noch 100 Haushalte ohne Strom

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Nach Sturmtief "Friederike".

Essen - Das Orkantief „Friederike“ hat Nordrhein-Westfalen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern getroffen. Drei Menschen kamen zu Tode, fast 100 wurden verletzt. Eine Bilanz.

„Wir trauern mit den Angehörigen um die Todesopfer und wünschen den Verletzten rasche Genesung“, sagte Innenminister Herbert Reul. Rund 30.000 Kräfte von Feuerwehren, Katastrophenschutz und Rettungsdiensten haben bis zum Morgen über 20.000 Einsätze bewältigt. Die NRW-Polizei zählte 8.000 Einsätze. 

Hier ist unser Sturm-Ticker von Donnerstag

„Ich danke all jenen, die für unsere Sicherheit im Einsatz gewesen sind - und dabei selbst große Gefahren in Kauf genommen haben “, so Reul weiter. Bei einem Todesopfer handelt es sich um einen Feuerwehrmann, der im Einsatz war. Am Niederrhein hat es wegen zerstörter Leitungen Stromausfälle gegeben, zwischenzeitlich waren 50.000 Haushalte ohne Strom. Es gab landesweit 600 Verkehrsunfälle. Zwei Rheinbrücken mussten zeitweise gesperrt werden. „ Die Folgen des Sturms werden uns noch länger beschäftigen“, sagte der Minister. „Feuerwehr, Katastrophenschutz und Polizei haben höchst professionell reagiert. Das zeigt, dass die Menschen sich auf sie verlassen können.“

Nach Orkan "Friederike": Das sind die Bilder aus NRW

150.000 Menschen ohne Strom

Nach dem Orkan "Friederike" waren am Freitagmittag im Versorgungsgebiet des Stromnetzbetreibers Westnetz weiterhin rund 100 Haushalte ohne Strom. Sie sollten bis spätestens Freitagabend wieder am Stromnetz sein, wie ein Unternehmenssprecher in Essen sagte. 

Die betroffenen Haushalte im Münsterland und im Siegerland lägen etwa in Waldgebieten und seien schwer zugänglich. "Ansonsten ist die flächendeckende Versorgung wieder hergestellt", sagte der Sprecher. 

Am Donnerstag waren im Westnetz-Versorgungsgebiet zeitweise bis zu 150.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Das Unternehmen berichtete von insgesamt 800 Einsätzen.

In den meisten Fällen hätten vom Sturm entwurzelte Bäume und abgebrochene Äste Stromleitungen beschädigt. Umgeknickte Bäume und Äste hätten auch die Anfahrt zu den Einsatzorten erschwert. 

Die Reparaturen der beschädigten Stromleitungen würden noch mindestens eine Woche in Anspruch nehmen. Die Schadenshöhe wird nach Westnetz-Schätzung voraussichtlich im siebenstelligen Bereich liegen. 

Westnetz ist Netzbetreiber in großen Teilen von Nordrhein-Westfalen. - dpa

So ist die Lage auf Schienen und Straßen

Quelle: wa.de

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