Verunreinigte Drogen

JVA Werl: Gefangene nach Drogenmissbrauch in Klinik

WERL - Drei Gefangene der Justizvollzugsananstalt Werl sind nach dem Missbrauch von Drogen in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert worden. Ob die Drogen verunreinigt waren oder was die „unerklärlichen Rauschzustände“, von denen die JVA spricht, ausgelöst hat, erschließt sich der Anstaltsleitung noch nicht.

Sie bestätigt aber die Informationen unserer Zeitung, dass es mittlerweile dringliche Warnungen an die Gefangenen gibt, dass offenbar gefährliche Substanzen innerhalb der Anstalt im Umlauf sind.

Alle drei Häftlinge seien nach der Erstbehandlung im Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg sowie in Krankenhäusern in Werl und Neheim mittlerweile wieder in die Haftanstalt zurückgekehrt, sagt JVA-Verwaltungsleiter Andreas Kaiser auf Anfrage. Hier werden sie weiter medizinisch betreut.

Um welche Substanzen es sich handelt, die die Häftlinge konsumiert haben, wisse man noch nicht. Die Ermittlungen auch hinter den Anstaltsmauern laufen noch.

„Wir treiben die Aufklärung voran“, sagt Kaiser. Dazu gehört auch die Information des NRW-Justizministeriums – wie in solchen Fällen üblich. Dass es sich um mit Rattengift gestreckte Drogen handeln könnte, wie unter den Häftlingen selbst gemunkelt wird, kann Kaiser nicht bestätigen.

Den ersten Vorfall habe es am Freitagabend gegeben, zwei weitere am Samstagmittag. Die Insassen der Strafabteilung hätten einen stark berauschten Eindruck gemacht, hätten unter Kontrollverlust gelitten, seien kaum ansprechbar gewesen und hätten verworren geredet.

„Sie konnten sich kaum auf den Beinen halten“, sagt Kaiser. Dass Drogenkonsum in einer JVA „natürlich grundsätzlich verboten“ ist, betont Kaiser zwar. Dennoch wissen Anstaltsleitung und auch das NRW-Justizministerium um die stete Drogenproblematik in den Anstalten. Zum Beispiel über Besucher werden immer wieder verbotene Substanzen in die Anstalt geschmuggelt. Das gilt als kaum zu verhindern. - bus

Quelle: wa.de

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