Weniger Vorsorgeuntersuchungen - Ärzte werben für "Jugend-TÜV"

DORTMUND - Immer weniger der 12- bis 14-jährigen Jugendlichen gehen zur Vorsorgeuntersuchung zum Arzt. Deshalb werben die Kassenärzte in Westfalen-Lippe jetzt für den "Jugend-TÜV".

Dieses Alter stehe eher für das blühende Leben, als für Gesundheitsprobleme, sagte der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Christopher Schneider, am Donnerstag. Dabei gebe es oft ähnliche Krankheitsbilder wie bei Erwachsenen, "häufig ausgelöst durch Bewegungsmangel, falsche Ernährung und seelischen Stress".

Die kostenlose Untersuchung "J1" könne helfen, solche oder auch familiäre Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Zudem werden Sexualität, Verhütung und Drogen sowie Haut- und Gewichtsprobleme thematisiert.

Nach einer Studie des Robert Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (KiGGS) nutzen aktuell nur etwa 33 Prozent der 12- bis 14-Jährigen dieses Vorsorge-Angebot. In Westfalen-Lippe sank die Zahl der J1-Untersuchungen zuletzt von 43 600 (2009) auf 42 700 (2011). Nun sollen die Praxen mit Flyern für die Wartezimmer ausgestattet werden. Diese gibt es in Deutsch und auch in anderen Sprachen wie etwa Türkisch, Russisch und Englisch. - lnw

Quelle: wa.de

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