Weniger Verkehrstote - aber Anstieg bei Radfahrern

NRW - In Nordrhein-Westfalen sinkt die Zahl der Verkehrstoten wieder. Nach einem starken Anstieg 2011 hat sich der langjährige Abwärtstrend im Jahr 2012 fortgesetzt. Sorgen bereitet der Anstieg getöteter Radfahrer.

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Verkehrstoten im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit Einführung der Unfallstatistik vor 60 Jahren gesunken. Insgesamt starben 526 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr, 108 weniger als 2011, wie Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Nach einem starken Anstieg im Jahr 2011 ist NRW damit zum langjährigen Trend sinkender Zahlen bei den Verkehrstoten zurückgekehrt. Den Höchststand weist die Statistik für 1964 mit rund 4700 Toten aus.

Allerdings stieg die Zahl der tödlich verunglückten Radfahrer um 12 auf 81. In den beiden Jahren zuvor hatte es Rückgänge gegeben. Jäger will jetzt Gründe für den Anstieg analysieren lassen und Gegenmaßnahmen ergreifen. "Wir wollen, dass mehr Menschen das umweltfreundliche Fahrrad nutzen. Und deshalb müssen wir es so sicher wie möglich machen."

Die positive Gesamtentwicklung ist nach Jägers Angaben vor allem eine Folge des starken Rückgangs tödlicher Unfälle durch zu schnelles Fahren. Im vergangenen Jahr starben 159 Menschen bei Unfällen durch zu hohe Geschwindigkeit - 2011 waren es noch 235. "Unsere Strategie gegen den Killer Nummer 1 werden wir auch in Zukunft konsequent fortsetzen", kündigte der Innenminister an.

Als Reaktion auf die gestiegenen Unfallzahlen 2011 hatte die Polizei im vergangenen Jahr groß angelegte Kontrollaktionen angesetzt. Die Diskussionen um den sogenannten Blitz-Marathon habe das Bewusstsein für die Gefahren zu schnellen Fahrens gestärkt, meinte Jäger.

Auch die übrigen Zahl in der Unfallstatistik für 2012 weisen Rückgänge aus. Die Gesamtzahl der Unfälle sank um 0,8 Prozent auf gut 574.000. Im Straßenverkehr verunglückten gut 75.000 Menschen, 4,1 Prozent weniger als 2011. Von ihnen wurden knapp 12.700 schwer verletzt, 8,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. - lnw

Quelle: wa.de

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