Weniger neue Stellenangebote - Arbeitsmarkt aber weiter robust

DÜSSELDORF  - Mit der Konjunkturabschwächung lässt die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern in der Wirtschaft spürbar nach.

In Nordrhein-Westfalen meldeten die Unternehmen und Verwaltungen seit Jahresbeginn deutlich weniger neue freie Stellen. Das teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Düsseldorf in ihrem Arbeitsmarktbericht Juni mit. Demnach gingen bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern in NRW im ersten Halbjahr 2012 insgesamt rund 212 100 Stellenangebote ein. Das waren gut 19 000 oder 8,2 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

"Wir haben schon in den vergangenen Monaten gesehen, dass die Dynamik des NRW-Arbeitsmarktes nachlässt", erklärte die Chefin der Regionaldirektion, Christiane Schönefeld. Allerdings gebe das derzeit noch keinen Anlass zur Sorge. Der Arbeitsmarkt NRW bleibe robust. Im Übrigen seien bereits erste Ausläufer der Ferien- und Urlaubszeit zu spüren: Arbeits- und Ausbildungsverträge liefen zur Jahresmitte aus, die Unternehmen stellten im Sommer insgesamt weniger Menschen ein.

Im Juni ist die Zahl der Arbeitslosen in Nordrhein-Westfalen leicht gesunken. Knapp 727 500 Menschen suchten einen Arbeitsplatz. Das waren rund 2900 weniger als im Mai. Im Vergleich zum Juni des Vorjahres stieg die Zahl der Arbeitslosen allerdings um 6700 beziehungsweise 0,9 Prozent an. Das war der erste Anstieg der Arbeitslosenzahl in NRW gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres seit mehr als zwei Jahren: Zuletzt war das im März 2010 der Fall.

Die NRW-Arbeitslosenquote beträgt unverändert 8,0 Prozent. Die niedrigste Arbeitslosenquote unter den Regionen hat weiter das Münsterland mit 4,5 Prozent. Die Probleme des Arbeitsmarktes im Ruhrgebiet bleiben nach Angaben der Regionaldirektion offensichtlich: Für den Wirtschaftsraum wird eine Quote von 11,1 Prozent ausgewiesen. Besonders hoch sind die Arbeitslosenquoten in Duisburg (12,8 Prozent), Gelsenkirchen (12,6 Prozent) und Dortmund (12,5 Prozent). - lnw

Quelle: wa.de

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