Corona-Konzept

Weihnachtsmarkt 2020: NRW-Stadt plant Drive-in-Konzept mit Zirkus und Glühwein

Fast jeder Weihnachtsmarkt liegt 2020 auf Eis. Deshalb reagiert jetzt das Wunderland Kalkar: Ein Drive-In-Weihnachtsmarkt mit Glühwein, anderen Leckereien und Attraktionen soll in der Corona-Krise die Gemüter erheitern.

Kalkar - Der Freizeitpark Wunderland Kalkar lockt Jahr für Jahr zahlreiche Besucher an. Weil wegen der Corona-Pandemie 2020 viele Weihnachtsmärkte ausfallen, haben sich die Betreiber des Wunderlands etwas Besonderes überlegt: Einen Drive-In-Weihnachtsmarkt, bei dem die Gäste voll auf ihre Kosten kommen.

FreizeitparkWunderland Kalkar
Eröffnung1995
Fläche19 Hektar
Besucherrund 280.000 jährlich (außer 2020)

Weihnachtsmarkt 2020 in Kalkar: Wunderland plant mit Eröffnung Anfang Dezember

Das Konzept, welches das Wunderland in Kalkar angesichts der Corona-Pandemie plant, ist einleuchtend: Es handelt sich um einen sogenannten „Drive-In-Weihnachtsmarkt“, bei dem die Besucher ihre Autos nicht verlassen sollen. Und trotzdem will der Freizeitpark es möglich machen, auch Glühwein, Eintopf und andere Leckereien anzubieten.

Das einstige Kraftwerksgelände ist weitläufig. Um genau zu sein, sind es 19 Hektar Fläche, die dem Wunderland Kalkar zur Verfügung stehen, um dort sein Weihnachtsmarkt-Konzept umzusetzen. Es soll Kunstschnee geben. Aber auch Musik und eine Krippe sollen die Besucher in eine weihnachtliche Atmosphäre einhüllen.

Zudem werden, so plant es das Wunderland Kalkar zumindest, bei diesem besonderen Weihnachtsmarkt 2020 Kamele zu sehen sein. Sie stammen von einem Zirkus, der auf dem Parkgelände überwintert, heißt es seitens der Veranstalter.

Weihnachtsmarkt 2020 in Kalkar: Wunderland macht selbst Glühwein-Verzehr möglich

„Im Prinzip teilt sich der Weihnachtsmarkt in mehrere Bereiche auf“, erklärt Han Groot Obbink, Geschäftsführer des Freizeitparks und Vorsitzender der Kreisgruppe Kleve des Deutschen Gaststätten- und Hotel-Verbandes (Dehoga) gegenüber unserer Zeitung. „Wir haben einen Zirkus mit Tieren und Animateuren, aber auch Elemente des Freizeitparks, eine Winterlandschaft und eben die Buden, an denen die Besucher essen und trinken können“, schildert Groot Obbink.

Wegen des Coronavirus fallen viele Weihnachtsmärkte aus. Das Wunderland Kalkar überrascht jetzt mit einem Weihnachtsmarkt der besonderen Sorte.

Und wie soll das mit dem Essen und Trinken funktionieren? Die Besucher dürfen schließlich nicht aus ihren Autos heraus, wenn sie auf dem Weihnachtsmarkt im Schritttempo umherfahren. Doch auch dafür hat sich das Wunderland Kalkar etwas einfallen lassen, um der Corona-Krise 2020 zu trotzen.

Es soll an jeder Bude kleine Parkplätze geben, in die sich die Autos stellen können. Nicht jedoch, um dort auszusteigen. Die Mitarbeiter der Stände sollen zum Auto kommen und die Leckereien ans Auto bringen. Die Fensterscheibe sollte dann natürlich unten sein. „Das sollte sie sowieso. Sonst bekommt man ja gar nicht die schöne Musik zu hören“, betont Groot Obbink.

Für Fahrer muss es da wohl bei einem Glühwein bleiben. Aber die übrigen Fahrzeuginsassen können den Weihnachtsmarkt 2020 in Kalkar natürlich in vollen Zügen auskosten. „Es ist eine tolle Sache - gerade für Familien“, sagt der Geschäftsführer des Parks.

Weihnachtsmarkt 2020 in Kalkar: Eintrittspreis im Wunderland pro Auto berechnet

Auch weil sich der Eintrittspreis pro Auto berechnet. Jedes Auto kostet 12,50 Euro Eintritt. Mit den Einnahmen aus dem Weihnachtsmarkt in Kalkar, über den auch Ruhr24* berichtet, hofft Han Groot Obbink, seine festangestellten Mitarbeiter weiter beschäftigten zu können.

Die Strecke im Wunderland beläuft sich für die Autofahrer übrigens auf 2,5 Kilometer und führt durch insgesamt drei Hallen. Der Freizeitpark soll dabei ausgeleuchtet sein und in gewohnter Manier einen Blick auf den Rhein ermöglichen.

Die Stadt scheint von der Idee eines alternativen Weihnachtsmarktes 2020 überzeugt zu sein. Sie werde laut WDR die Genehmigung der Veranstaltung wohlwollend prüfen. Das erklärte Stadtsprecher Harald Münzner - auch wenn und vielleicht gerade weil er die Idee „schräg und wild“ findet.

Zuletzt wurden viele andere Weihnachtsmärkte wegen Corona abgesagt. Auch der berühmte Weihnachtsmarkt in Dortmund ist betroffen. Das liegt daran, dass die Hygiene-Vorschriften und Maßnahmen für viele einfach zu hoch sind, um das Angebot im Corona-Jahr 2020 trotzdem realisieren zu können. - *Ruhr24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Victoria Bonn-Meuser / dpa

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