Weihnachtsmärkte in NRW locken mit vielen Neuerungen

MÜNSTER - Räucherfisch zum Lebkuchen, Glühwein im Bergwerk: Weihnachtsmärkte in NRW locken Besucher im Advent mit Neuerungen. Wie im vorigen Jahr sind Bioprodukte und fair gehandelte Waren in vielen Städten im Trend.

Veranstalter von Weihnachtsmärkten erwarten im Advent landesweit mehrere Millionen Besucher. Der Glühweinpreis bleibt zwischen 2 Euro und 2,50 Euro stabil. Viele Händler bieten Bio-Glühwein von deutschen Weinbergen an. „Es ist eine Neigung zur Qualität entstanden“, sagte ein Sprecher des Kölner Hafen-Weihnachtsmarkts am Schokoladenmuseum. Die Nachfrage nach Kunsthandwerk und fair gehandelter Ware steigt.

Köln gibt sich zur Weihnachtszeit in diesem Jahr maritim und bietet am Rheinauhafen auch Fischspezialitäten an. Auf diesem neuen „Weihnachtsmarkt am Wasser“ bauen die Betreiber ihre Stände unter 70 weißen Zelten auf, die wie Schiffssegel anmuten. An der Rheinpromenade liegt mit dem Passagierschiff „MS Wappen von Köln“ Europas größter schwimmender Weihnachtsmarkt mit mehr als 40 Ständen. Die ersten Kölner Märkte öffnen am Montag, 21. November.

In Düsseldorf können sich Besucher schon ab dem 17. November an Glühwein-Stände wärmen. Auf dem Handwerkermarkt können Besucher bei Kunstschmieden, Drechslern, Glasbläsern und Kerzenziehern nach Selbstgemachtem stöbern oder auf Schlittschuhen über die 450 Quadratmeter große, kostenlose Eisbahn gleiten.

Wer seine Weihnachtskerze aus Bienenwachs selbst ziehen will, wird im Essener Kerzenziehhaus an das Handwerk herangeführt. Vom Riesenrad aus 45 Metern Höhe können Besucher das Essener Stadtpanorama und den Blick auf die neun Weihnachtsmärkte erleben. Sie öffnen am Donnerstag, 17. November.

Selbst in den Tiefen des Jakobsbergs im ostwestfälischen Porta Westfalica geht es weihnachtlich zu: 150 Meter im Berginneren der alten Erzmine locken 60 Stände mit Bratwurst, Waffeln und Glühwein. Der Weihnachtsmarkt im Bergwerk öffnet vom 16. bis 18. Dezember. Die vorgeschriebenen Helme verleihen die Betreiber am Eingang. Besucher sollen aber nach Möglichkeit einen eigenen Fahrradhelm mitbringen.

Die Dortmunder stellen mit 45 Metern Höhe, 48 000 Lichtern und einem 4 Meter großen Engel wieder einen der höchsten Weihnachtsbäume Deutschlands auf. Der riesige Baum setzt sich aus Ästen und Zweigen von 1700 Rotfichten zusammen. Der Weihnachtsmarkt in Stolberg bei Aachen beheimatet dagegen einen besonders großen Adventskalender: Am 40 Meter langen ehemaligen Rathaus öffnet sich dort ab dem 1. Dezember bis Heiligabend täglich eines der Fenster.

Besonders mittelalterlich geben sich die Geschichtenerzähler des Markts in Mülheim an der Ruhr: Im flackernden Schein von Kerzen und Fackeln spielen die Darsteller Szenen der Weihnachtsgeschichte in lateinischer und mittelhochdeutscher Sprache nach. Vom 9. bis 11. und 16. bis 18. Dezember zeigen sie das Krippenspiel am Schloss Broich.

Eisstockschützen können ihre Fertigkeiten im Tecklenburger Land in Ibbenbüren unter Beweis stellen. Vergangenes Jahr traten dort etwa 2000 Menschen in 320 Teams im Stocksport gegeneinander an. Wegen der großen Nachfrage haben die Veranstalter in diesem Jahr Platz für 130 weitere Teams gemacht. - dpa

Quelle: wa.de

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