Vom Panzerschmuck zur Vielfalt

Weihnachtsbaum-Deko im Wandel

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Laut Expertin werden die Bäume immer üppiger geschmückt.

BONN - "Früher war mehr Lametta" heißt es bei Loriot. Die ersten Metallfäden schmückten schon Ende des 19. Jahrhunderts den Baum. Was man heute an Nordmanntannen und Fichten sieht? "Dass wir eine Überflussgesellschaft sind", sagt die Volkskundlerin Dagmar Hänel.

Weihnachtsbaumschmuck ist nach Ansicht von Brauchtumsexpertin Dagmar Hänel ein Zeugnis der unterschiedlichen Zeiten. Am Ende des 19. Jahrhunderts war Dekoration in Form von Zeppelinen, Panzern oder Waffen an den Tannen zu sehen. Heutzutage stehe der Schmuck für große Vielfalt, sagte die Expertin vom Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn. 

Am Weihnachtsbaum werde deutlich: "Es ist ein großes Angebot da, das von den Menschen angenommen wird." Hänel fügte hinzu: "Was man auch am Baum sieht: Wir sind eine Überflussgesellschaft, die finanzielle Kapazität ist da, jedes Jahr oder jedes zweite neuen Weihnachtsbaumschmuck zu kaufen. Die Bäume werden auch immer voller." Neben Rottönen mit Glas, Silber oder Gold sei in diesem Jahr unter anderem ein kaltes Blau angesagt.

Quelle: wa.de

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