Weiberfastnacht: Die Narren genießen

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KÖLN/DÜSSELDORF - Rote Nasen unter blauem Himmel: Bei zunächst strahlendem Wetter ist am Donnerstag um 11 Uhr 11 wieder der närrische Frohsinn ausgebrochen. Mit Weiberfastnacht begann in den rheinischen Hochburgen der Straßenkarneval.

Köln/Düsseldorf (dpa/lnw) - Rote Nasen unter blauem Himmel: Bei zunächst strahlendem Wetter ist am Donnerstag um 11 Uhr 11 wieder der närrische Frohsinn ausgebrochen. Mit Weiberfastnacht begann in den rheinischen Hochburgen der Straßenkarneval. In Düsseldorf stürmten die Möhnen das Rathaus, in Köln ließ das Dreigestirn die Narren los. Als später Wolken aufzogen und es zu regnen begann, waren die Narren längst in Stimmung und feierten in der Kneipe weiter.

Viele fantasievolle Kostüme waren wieder dabei. So fielen in Düsseldorf zwei junge Männer auf, die als Giraffen unterwegs waren. Sie wollten damit gegen die Tötung der Giraffe Marius im Kopenhagener Zoo protestieren, erklärte der 27-Jährige Florian. "Es kann ja nicht sein, dass Marius verfüttert worden ist." Ebenso wie sein Kumpel Sebastian trug er einen langen Giraffenhals aus Pappmaché über dem Kopf.

Viele Jecken waren auch als Kardinal oder Bischof mit Dollarhalskette unterwegs - eine Anspielung auf den Limburger "Protzbischof" Franz-Peter Tebartz-van Elst.

In der Kölner Altstadt tummelten sich wie jedes Jahr zahllose Karnevalstouristen, unter ihnen Ortrun, Erika und Wilhelmine Kaiser aus Karlsruhe. "Die anderen haben auf der Rückbank vorgeglüht, aber ich musste fahren", beschwerte sich Wilhelmine. Den Alkoholrückstand wollte sie mit Kölsch aufholen: "Ein paar Liter gehen schon!"

Merkwürdig: Klaus Heck (48) und Stefan Bremler (48) waren aus Mainz nach Köln angereist und behaupteten: "Unsere Frauen feiern heute in Düsseldorf."

Eine Rauchbombe beschäftigte am Vormittag die Kölner Polizei. "Irgendwelche Jecken" hätten es wohl "extrem witzig" gefunden, vor dem Eingang zum U-Bahnhof Ebertplatz eine Rauchgranate zu zünden, sagte ein Polizeisprecher. Die Kölner Verkehrs-Betriebe stoppten umgehend den Bahnverkehr. 114 Einsatzkräfte und 39 Fahrzeuge der Rettungsdienste rückten aus, da zunächst ein brennender Kiosk im U-Bahnhof vermutet wurde. Verletzt wurde niemand. - dpa

Quelle: wa.de

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