Weiberfastnacht

Seit 11.11 Uhr regieren die Narren im Rheinland

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Seit 11.11 Uhr regieren im Rheinland die Jecken.

KÖLN/DÜSSELDORF - Pünktlich wie es sich gehört ist am Donnerstag um 11 Uhr 11 wieder der närrische Frohsinn ausgebrochen. Mit Weiberfastnacht begann in den rheinischen Hochburgen der Straßenkarneval. In Düsseldorf stürmten die Möhnen das Rathaus und setzten den Bürgermeister gefangen. In Köln ließ das Dreigestirn die Narren los.

Die Kostüm-Palette unter strahlend blauem Himmel war bunt und fantasievoll. In Köln ging ein Paar als Messer und Gabel. In Bonn hatte sich ein junger Mann so überzeugend als Ganzkörpermumie vermummt, dass ihn der eigene Hund nicht mehr wiedererkannte. Von den Temperaturen her empfahlen sich dicke Ganzkörperkostüme.

In Düsseldorf fielen zwei Giraffen mit langem selbst gebasteltem Pappmaschee-Hals auf: Ihre Träger wollten damit an die geschlachtete Giraffe Marius aus dem Kopenhagener Zoo erinnern. Das einzig Blöde an dem Kostüm sei, dass man erstmal eine Kneipe mit der richtigen Deckenhöhe finden müsse, sagte einer der beiden Männer. Viele Jecken waren auch als Kardinal oder Bischof mit Dollarhalskette unterwegs - eine Anspielung auf den Limburger "Protzbischof" Franz-Peter Tebartz-van Elst.

In der Kölner Altstadt tummelten sich wie jedes Jahr zahllose Karnevalstouristen, unter ihnen Ortrun, Erika und Wilhelmine Kaiser aus Karlsruhe. "Die anderen haben auf der Rückbank vorgeglüht, aber ich musste fahren", beschwerte sich Wilhelmine. Den Alkoholrückstand wollte sie mit Kölsch aufholen: "Ein paar Liter gehen schon!"

Bilder vom Karneval im Rheinland

Weiberfastnacht im Rheinland

Knallgrün und ausgelassen hüpften fünf Frösche über die Domplatte. Eigentlich studieren Anna, Julia, Sarah, Dagmar und Lioba Medizin und BWL in München, kommen aus Österreich, Deutschland und der Slowakei. Doch einmal im Jahr entführt die Kölnerin Sarah ihre Kommilitoninnen zur jecken Zeit ins Rheinland. Regeln gebe es dabei in diesem Jahr nur eine, erklärten die passend geschminkten Mädels: "Alles, was wir trinken, muss grün sein!" - dpa

Quelle: wa.de

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