Frohsinn und Prügeleien -Weiberfastnacht in NRW 

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DÜSSELDORF/KÖLN - Zehntausende Karnevalisten haben an Weiberfastnacht ausgelassen gefeiert. Der Alkohol floss in Strömen. Das hatte auch Schattenseiten: Einige rasteten aus.

Nach dem Auftakt des Straßenkarnevals an Weiberfastnacht haben Polizei und Feuerwehr im Rheinland eine gemischte Bilanz gezogen. Zwar feierten zehntausende Jecken bei strahlendem Sonnenschein friedlich und fröhlich, doch vor allem in den Abendstunden hielten Schlägereien, Betrunkene und Randalierer die Einsatzkräfte auf Trab.

Köln: 100 Menschen in Gewahrsam

In Köln und Leverkusen wurden bei Messerstechereien insgesamt drei Männer verletzt, einer davon lebensgefährlich. "Mit zunehmendem Alkoholgenuss und zu vorgerückter Stunde haben viele Personen ihre natürliche Hemmschwelle verloren", sagte der Kölner Polizeirat Frank Hilbricht am Freitag. Die Kölner Polizei nahm 100 Menschen in Gewahrsam und fertigte rund 180 Strafanzeigen, vor allem wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte.

Die Rettungskräfte in Köln haben an Weiberfastnacht stets etwa dreimal soviele Einsätze wie an einem durchschnittlichen Arbeitstag. Dieses Mal registrierte die Feuerwehr rund 970 Rettungseinsätze, 140 mehr als im vergangenen Jahr. Auch in Bonn zog die Zahl der Einsätze nach Polizeiangaben gegen Abend deutlich an. Bei Prügeleien seien mehrere Menschen so schwer verletzt worden, dass sie ins Krankenhaus mussten. Zumeist blieb es jedoch bei leichten Blessuren.

Aachen: Einsatzaufkommen "karnevalstypisch"

In Aachen hatte die Polizei 280 "karnevalstypische" Einsätze, etwa so viele wie im vergangenen Jahr. Die Düsseldorfer Polizei zog eine überwiegend positive Bilanz. "Es war so voll wie seit Jahren nicht mehr, aber es blieb weitgehend friedlich", sagte ein Sprecher. "Auch dank des schönen Wetters waren die meisten Leute gut drauf und wollten einfach nur feiern."

Insgesamt zählte die Polizei in der Landeshauptstadt rund 730 Einsätze, etwa so viele wie im Vorjahr. Darunter waren mehrere Schlägereien, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen - "für Karneval der ganz normale Wahnsinn", meinte der Sprecher. Bis in die Nacht seien 170 Beamte zusätzlich in der Altstadt unterwegs gewesen, um für einen friedlichen Verlauf zu sorgen. - dpa

Quelle: wa.de

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