Warnstreiks an Schulen in NRW haben begonnen

[UPDATE 12.45 Uhr] ARNSBERG - Verkehrte Welt: Schüler kamen, Lehrer fehlten. Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben die Schulen in NRW erreicht. Auch in den nächsten Tagen müssen Schüler damit rechnen, dass Unterricht ausfällt.

Zum Auftakt der landesweiten Warnstreiks an Schulen haben angestellte Lehrer in den Regierungsbezirken Detmold und Arnsberg gestreikt. Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erschienen am Dienstag rund 1400 Lehrer nicht zu Unterricht. "Die Beteiligung ist deutlich höher als erwartet", sagte GEW-Sprecher Berthold Paschert am Dienstag. Die Streiks gehen in den nächsten Tagen weiter.

Die GEW will im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes einen bundesweiten Tarif für die Lehrer durchsetzen und fordert wie die anderen Gewerkschaften 6,5 Prozent mehr Geld.

"Eltern müssen damit rechnen, dass Unterricht ausfällt. Eltern müssen damit rechnen, dass Kinder früher nach Hause kommen", sagte ein Sprecher des NRW-Schulministeriums. Schulen hätten aber auch die Möglichkeit durch organisatorische Maßnahmen wie etwa durch die Zusammenlegung von Klassen Unterrichtsausfall zu verhindern.

Schwerpunkte der ersten Streiks waren Schulen in Paderborn, Bielefeld, Herford, Minden, Detmold, Dortmund, Bochum , Unna und Siegen. Am Mittwoch (27. Februar) sind Arbeitsniederlegungen der angestellten Lehrer in Münster, Gelsenkirchen, Aachen, Köln und Bonn geplant, am Donnerstag (28. Februar) in Düsseldorf, Duisburg, Essen und Wuppertal

Angestellte Lehrer verdienten rund 450 Euro weniger als die verbeamteten Kollegen. "Tarifbeschäftigte Lehrerinnen und Lehrer dürfen nicht länger Lehrkräfte zweiter Klasse sein, sagte die GEW-Vorsitzende in NRW, Dorothea Schäfer in Dortmund. In NRW sind von den 180 000 Lehrern etwa 40 000 angestellt.

Schäfer rief für den 6. März kurz vor der dritten Verhandlungsrunde in Potsdam zu einem zweiten Warnstreik auf und zur Teilnahme an einer Verdi-Großkundgebung in Düsseldorf. Verdi ließ offen, ob es diese Woche in NRW über die Warnstreiks der Lehrer hinaus noch weitere Aktionen gibt. - lnw

Quelle: wa.de

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