Warnstreiks in Metall- und Elektroindustrie in NRW fortgesetzt

DÜSSELDORF - Im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie gehen die Warnstreiks in NRW weiter. Den Auftakt machte am frühen Dienstagmorgen die Nachtschicht der Ford-Werke in Köln. Rund 2500 Metaller hätten zwei Stunden die Arbeit niedergelegt und seien mit einem Fackelzug durch das Werk gezogen, sagte ein Sprecher der IG Metall.

Auch in anderen Fabriken und Betrieben in NRW gibt es am Dienstag Warnstreiks. Geplant sind laut IG Metall Arbeitsniederlegungen in mehr als 250 Unternehmen. Neben Daimler und Siemens in Düsseldorf werden etwa Mitarbeiter bei Pierburg in Mönchengladbach, Siemens Energy in Mülheim, Miele in Warendorf, Schaeffler in Wuppertal und Thyssen Krupp Federn Stabilisatoren in Hagen in den Ausstand treten.

Mit den Warnstreiks wollen die Beschäftigten den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen in Nordrhein-Westfalen nochmals erhöhen. Metallarbeitgeber und Gewerkschaft kommen in NRW am 11. Mai erneut zu Gesprächen zusammen. Die IG Metall fordert für die rund 700 000 Beschäftigten der Branche 6,5 Prozent mehr Geld sowie eine unbefristete Übernahme von Ausgebildeten und mehr Mitbestimmung der Betriebsräte bei der Leiharbeit. Die Arbeitgeber hatten zuletzt eine Einkommenssteigerung von 3 Prozent angeboten.

Während Tarifexperten eine baldige Einigung bei Entgelt und Übernahme erwarten, gilt die Leiharbeit als eigentlicher Knackpunkt der Tarifrunde. Seit Beginn der Proteste am 2. Mai hatten bis Montag rund 30 000 Beschäftigte aus 200 Betrieben in Nordrhein-Westfalen die Arbeit vorübergehend niedergelegt. Am Dienstag rechnet die IG Metall landesweit mit mehr als 25 000 Warnstreikenden. - lnw

Quelle: wa.de

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