Düsseldorf und Köln/Bonn betroffen

Sicherheitspersonal streikt: 245 Flüge fallen aus

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Mitarbeiter bei einer Sicherheitskontrolle.

DÜSSELDORF/KÖLN - Warnstreiks des privaten Sicherheitspersonals haben am Donnerstagmorgen den Flugverkehr in Düsseldorf und Köln/Bonn behindert. An beiden Airports blieb die Lage allerdings verhältnismäßig ruhig, weil viele Flüge schon zuvor gestrichen worden waren.

Dadurch habe man etwas Druck aus dem Streiktag genommen, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Flughafens. Den Fluggästen wurde geraten, sich vor der Anreise bei ihrer Fluglinie oder dem Reiseveranstalter über den aktuellen Stand zu informieren.

Gut zu wissen

- Aktuelle Infos des Flughafens Köln/Bonn

- Aktuelle Infos des Flughafens Düsseldorf

Außerdem wurden die Passagiere gebeten, frühzeitig zum Flughafen zu kommen und das Handgepäck auf ein Minimum zu reduzieren. Der Streik soll in Düsseldorf und Köln/Bonn den ganzen Tag dauern.

Der Flughafen Köln/Bonn teilte mit, dass in den Terminals nur vier Spuren für die Fluggastkontrolle geöffnet seien. Allerdings gebe es keine langen Warteschlangen. Airlines hätten insgesamt 40 Flüge gestrichen (35 Abflüge, 5 Ankünfte). Insgesamt stehen jeweils 95 Starts und Landungen auf dem Flugplan.

"Im Laufe des Tages muss mit weiteren Beeinträchtigungen des Flugbetriebs gerechnet werden. Fluggäste werden gebeten, sich bei ihren Airlines, auf deren Webseiten im Internet über den Status ihres Flugs zu erkundigen. Während des Streiks werden die Flüge im Terminal einzeln aufgerufen und die Passagiere Flug für Flug zur Passagierkontrolle gebeten", heißt es in der Mitteilung.

Das Terminal des Flughafens Düsseldorf.

Vom Flughafen Düsseldorf hieß es, dass "bisher 115 Abflüge und 90 Ankünfte von und nach Düsseldorf gestrichen" worden seien. Wegen der Behinderungen im Abfertigungsbetrieb werden alle Abflüge zentral über den Flugsteig B gesteuert. 

Die Gewerkschaft Verdi will in den Tarifverhandlungen für das Wach- und Sicherheitsgewerbe in Nordrhein-Westfalen Lohnerhöhungen zwischen 1,50 und 2,50 Euro pro Stunde durchsetzen.

Verhandlungsführerin Andrea Becker nannte den Warnstreik eine "letzte und ernste Mahnung" nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern.

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft, Harald Olschok, warf Verdi vor, Zehntausende Fluggäste erneut in Geiselhaft zu nehmen.

Die Gewerkschaft habe den Sinn für das tarifpolitisch Machbare völlig verloren. Die nächste Verhandlungsrunde für NRW findet am 5. Februar in Ratingen statt. - dpa

Aktuelle Fotostrecke von den Streiks in Köln/Bonn und Düsseldorf

Privates Sicherheitspersonal streikt an NRW-Flughäfen

Quelle: wa.de

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