Warnstreik-Welle im Tarifkonflikt erreicht am Mittwoch NRW

DÜSSELDORF - Wer an diesem Mittwoch mit Bussen und Bahnen fahren will, muss mit starken Störungen rechnen. Wegen des Tarifkonflikts im öffentlichen Dienst sind in Nordrhein-Westfalen Zehntausende Beschäftigte von Bund und Kommunen zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen.

Vor allem in Köln, Düsseldorf und im Ruhrgebiet dürften öffentliche Verkehrsmittel am Mittwoch weitgehend stillstehen. Wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Montag ankündigte, sind außerdem städtische Kindertagesstätten, die Müllabfuhr, Sparkassen, kommunale Krankenhäuser, Jobcenter oder Theater betroffen. Für Kliniken und Altenheime werde man Notdienste einrichten, hieß es.

Damit erreicht eine auf eine Woche angelegte Warnstreik-Welle Nordrhein-Westfalen. Hintergrund sind Forderungen nach mehr Geld für die deutschlandweit rund zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. Verdi und die Tarifunion des Beamtenbundes dbb verlangen ein Plus von 6,5 Prozent - mindestens aber 200 Euro im Monat. Zwischen Rhein und Weser betrifft der Tarifkonflikt laut Verdi fast 580 000 Beschäftigte.

„Mit der heftigen Warnung wollen wir den Arbeitgebern zeigen, dass wir sehr schnell zu einem Ergebnis kommen wollen“, sagte der stellvertretende Chef von Verdi in NRW, Ulrich Dettmann, einer Mitteilung zufolge. Die Wertschätzung von Krankenschwestern, Erzieherinnen, Feuerwehrleuten oder Müllwerkern müsse durch eine „gerechte Erhöhung der Gehälter“ deutlich werden, erklärte Dettmann.

Die Arbeitgeber hatten bei der ersten Verhandlungsrunde vergangene Woche kein Angebot vorgelegt. Die Tarifparteien wollen sich am 12. und 13. März erneut zusammensetzen. Mit der Warnstreik-Welle wollen Verdi und dbb zuvor den Druck erhöhen. Am Montag lag der Schwerpunkt auf Aktionen in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. An diesem Dienstag soll es in Baden-Württemberg, Hamburg, Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern weitergehen, bevor NRW an der Reihe ist. - dpa

Quelle: wa.de

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