Seine wichtigsten Aussagen in unserem Interview

SPD-Kanzlerkandidat Schulz: Merkel hat kein Konzept für die Zukunft

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SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sprach im WA-Interview im Willy-Brandt-Haus über Regierungskrisen und seine Konkurrentin Angela Merkel. 

Berlin - Zu Beginn der heißen Wahlkampfphase traf sich unsere Redaktion in Berlin mit SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Was er über die Chancen bei der Bundestagswahl und Angela Merkel sagt:

Berlin, SPD-Zentrale im Willy-Brandt-Haus, der WA interviewt Merkel-Gegenkandidat Martin Schulz. Die heiße Wahlkampfphase beginnt gerade erst, in vielen Bundesländern sind noch Sommerferien. Doch Martin Schulz macht nicht den Eindruck, dass er gut erholt in den Endspurt geht. 

Seit sieben Monaten ist er Spitzenkandidat – sieben Monate, die Spuren hinterlassen haben. Man kann sich nur schwer vorstellen, was Kandidaten in solchen Phasen durchmachen: Sie sind ständig unterwegs, haben Termine ohne Ende, Schlafmangel. 

Jede Äußerung muss auf ihre öffentliche Wirkung überdacht sein. Für Martin Schulz gab es zudem nach der Anfangseuphorie viele unerwartete, schwere Nackenschläge – mehrere Wahlniederlagen auf Länderebene, jetzt auch noch die völlig überraschende Regierungskrise in Niedersachsen.

Diesen Eindruck macht der Kanzler-Kandidat

Schulz wirkt im Interview mit unserer Zeitung sehr offen und bestimmt, aber abgekämpft; manchmal ringt er sichtlich um Konzentration und Worte. Spitzenpolitiker sind in solchen Phasen nicht zu beneiden – auch wenn sie selbst es so gewollt haben.

Die wichtigsten Aussagen von Martin Schulz:

  • Martin Schulz zur Regierungskrise in Niedersachsen: "Es ist schon ein bemerkenswerter Vorgang, wenn in Niedersachsen eine Abgeordnete, die von ihrer Basis nicht wieder nominiert wird, den Wählerwillen eines ganzen Landes verfälscht."
  • Martin Schulz zu den Chancen bei der Bundestagswahl am 24. September nach den Rückschlägen bei den Landtagswahlen im Frühjahr und der aktuellen Regierungskrise in Niedersachsen: "Wahlen werden erst in den letzten drei, vier Wochen entschieden. Ein großer Teil der Bundesbürger ist nicht entschieden, ob sie zur Wahl gehen und welche Wahl sie treffen wollen. Der Wahlkampf beginnt jetzt erst. Ich lasse gerne andere Parteien die Umfragen gewinnen. Ich gewinne dann die Wahl."
  • Martin Schulz zu den Schwächen von Angela Merkel: "Frau Merkel hat kein Konzept für die Zukunft, aber Deutschland kann mehr."
  • Martin Schulz zu den Stärken der Bundeskanzlerin: "Angela Merkel ist eine sehr professionell arbeitende Person, vor allem wenn es um die Verteidigung ihrer Macht geht. Sie ist schwächer im Gestalten der Zukunft."
  • Martin Schulz zur größten Ungerechtigkeit in Deutschland: "Die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen. Dass Frauen heute noch im Schnitt 21 Prozent weniger Lohn haben als Männer. Damit muss Schluss sein."

Quelle: wa.de

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