Vox-Magazin "auto mobil" analysiert Massencrash auf A31 im Münsterland

Ein Vierteljahr nach dem Massencrash auf der A 31 bei Ochtrup im Münsterland analysiert das VOX-Magazin "auto mobil" am Sonntag die Ursachen des Unfalldramas.

MÜNSTER - Über 50 Fahrzeuge rasen im dichten Nebel ineinander. Neben drei Toten und unzähligen Verletzten gibt es einen Sachschaden in Millionenhöhe. Ein Vierteljahr nach dem Massencrash auf der A 31 bei Ochtrup im Münsterland analysiert das VOX-Magazin "auto mobil" am Sonntag die Ursachen des Unfalldramas.

Um die Komplexität des Unfallgeschehens deutlich zu machen, setzt VOX in der Sendung, die am Sonntag, 4. April, von 17 bis 18.15 Uhr ausgestrahlt wird, eine aufwendige 3-D-Animation ein und rekonstruiert sämtliche Phasen des schweren Verkehrsunfalls.

"Es war eine regelrechte Nebelbank. In Sekunden-Bruchteilen konnte ich nicht einmal mehr den Stern auf der Motorhaube meines Mercedes sehen", erinnert sich Unfallbeteiligter Frank Ewerling. Hilflose und entsetzte Menschen, die teilweise in ihren Autos eingeklemmt sind, prägen die Szenerie an der Unfallstelle. Die Rettungsleitstelle in Borken mobilisiert Hilfskräfte aus dem gesamten Münsterland. Doch bereits auf dem Weg an die Unfallstelle registrieren die Retter, dass auf der A 31 immer noch Autofahrer mit weitaus überhöhter Geschwindigkeit durch den Nebel rasen.

Glück im Unglück: Dass die Logistik des riesigen Rettungseinsatzes mit hunderten von Helfern ebenso perfekt wie vorbildlich funktioniert, liegt daran, dass die Borkener Rettungsleitstelle nur zwei Wochen vor dem Unfall das Szenario eines Gefahrgutunfalls auf der Autobahn A 31 durchgespielt hatte. Erst am Morgen nach dem Massencrash im Nebel zeigt sich das gesamte Ausmaß des Unfalls. Die Autobahn bei Ochtrup gleicht einem riesigen Schrottplatz. Kriminaltechniker der Polizei aus Münster und Gutachter der Dekra sind im Einsatz, um Unfallspuren zu sichern. Unterstützt werden sie von Experten des LKA aus Düsseldorf.

Es muss geklärt werden, wie es überhaupt zu dem Crash kommen konnte und wer möglicherweise für den Tod der Unfallopfer verantwortlich ist. Zur Erinnerung: Zwei Menschen wurden beim Überqueren der Autobahn erfasst und getötet. Ein drittes Opfer starb, nachdem sein Auto durch den Anstoß eines Geländewagens über die Leitplanke geschleudert wurde und auf dem Dach liegen blieb.

Ob am Ende die plötzlichen Nebelwände oder nicht angepasstes Tempo für den Massenunfall verantwortlich sind, kann erst nach dem Vorliegen eines hydrologischen Gutachtens gesagt werden.

Quelle: wa.de

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