Am Freitagmorgen auch Unfälle in Hamm und Bergkamen

Vorsicht, Glätte! Überfrierende Nässe sorgt für Behinderungen in NRW

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[Update 12.53 Uhr] Westfalen - Schneeglätte am Donnerstag, überfrierende Nässe seit kurz nach Mitternacht am Freitag: Am zweiten Tag in Folge hat die winterliche Witterung den Verkehr am Morgen in NRW massiv beeinträchtigt. Stellenweise war und ist es noch extrem rutschig - insbesondere auf den Nebenstraßen, die von den Winterdiensten nicht mit höchster Priorität angefahren werden.

Nach Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt am Donnerstagabend wurde es nach Mitternacht deutlich kälter, weil der Himmel aufklarte. 

Insofern fror es zunehmend auf den nassen Straßen und Bürgersteigen - mit den entsprechenden Herausforderungen am Morgen, als der Berufsverkehr anlief.

Laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes waren die Straßen glatt und teilweise sogar vereist. Grund dafür seien gefrierende Nässe und Reif. Die Polizei in Düsseldorf warnt vor allem auch Autofahrer, bitte nicht in Eile zu fahren. Der Winterdienst sei unterwegs und versuche die Straßen möglichst befahrbar zu halten, so ein Sprecher. 

Trotzdem sollen Autofahrer Abstand halten und mit möglicher Glätte rechnen. Durch die langsame Fahrweise könne es auch zu stockendem Verkehr auf den Autobahnen kommen. 

Bahnfahrer hingegen können bislang entspannt bleiben. Nach Angaben der Deutschen Bahn gebe es keine Einschränkungen im Zugverkehr aufgrund von Glätte. Auch an den Bahnhöfen selbst werde gestreut, um Vereisungen zu lösen.

Glatteis-Unfall am Freitag in Hamm

In Hamm kam eine 36-jährige Skoda-Fahrerin am Freitagmorgen gegen 4.20 Uhr, auf glatter Fahrbahn von der Ostdorfstraße ab und fuhr gegen eine Laterne. Sie wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Es entstand ein Sachschaden von 4500 Euro.

Glatteis-Unfall auch in Bergkamen

In Bergkamen fuhr gegen 7.35 Uhr ein 49-jähriger Bergkamener auf der Erich-Ollenhauer-Straße in Richtung Bergkamen-Mitte. Als in Höhe Kleiweg eine vor ihm fahrende 42-jährige Lünenerin verkehrsbedingt abbremsen musste, bemerkte er das zu spät und konnte auf glatter Straße nicht mehr rechtzeitig anhalten. Sein Fahrzeug rutschte auf den Pkw der Lünenerin, deren Fahrzeug wiederum auf das einer vor ihr abbiegenden 55-jährigen Selmerin. Letztere wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden von etwa 12.800 Euro.

Weitere Unfälle in Isselburg und Greven

Bei einem schweren Unfall wegen Glatteis sind beispielsweise auf der Bundesstraße 67 bei Isselburg (Kreis Borken) zwei Menschen schwer verletzt worden. Ihr Auto kam am frühen Freitagmorgen nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen zwei Bäume, wie die Polizei mitteilte.

Auch in Greven im Münsterland kam ein 58-jähriger Autofahrer von der Straße ab. Der Wagen überschlug sich und landete im Straßengraben. Der Fahrer wurde leicht verletzt. 

So wird das Wetter bei Ihnen

Der 24 Jahre alte Fahrer und seine 18 Jahre alte Beifahrerin wurden eingeklemmt und von der Feuerwehr befreit. Die B67 war vorübergehend in beide Richtungen gesperrt. 

Schneefall und Glatteis hatten bereits am Donnerstag in Teilen Nordrhein-Westfalens für Unfälle und Verkehrsbehinderungen gesorgt.

Sonnige Wettervorhersage für das Wochenende

Am Wochenende wird in NRW vor allem am Sonntag die Sonne scheinen. Am Samstag bleibt es noch bewölkt, wie der Deutsche Wetterdienst am Freitag mitteilte. 

In Richtung Eifel kann es auch in Teilen schneien. Ansonsten bleibt es in NRW aber trocken. Am Sonntag wird es dann sonnig und milder. 

In Westfalen werden es um die vier Grad und am Niederrhein kann es bis zu sieben Grad warm werden. Die Nächte bleiben hingegen weiterhin kalt. Nachts kommt es zu Temperaturen zwischen minus vier und minus sieben Grad. Dadurch kann es auch in den frühen Morgenstunden weiterhin zu Reifglätte auf den Straßen kommen. - dpa

Quelle: wa.de

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