An Hauptbahnhöfen Dortmund, Münster und Recklinghausen

Rauchbomben und "Polen-Böller": Viel Arbeit für die Bundespolizei

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Symbolbild Dortmunder Hauptbahnhof

[Update 14.33 Uhr] Dortmund/Castrop-Rauxel - Ein 23-jähriger Mann aus Castrop-Rauxel zündete am Neujahrsmorgen, 1. Januar, eine Rauchbombe und warf sie zwei Bundespolizisten, die sich am Dortmunder Hauptbahnhof aufhielten, um den Silvester-Reiseverkehr zu überwachen, vor die Füße. Im Hauptbahnhof Münster hatte sich bereits am Silvesterabend ein ähnlicher Vorfall ereignet.

Die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin teilte mit, dass der 23-Jährige mitten im Personentunnel eine verbotene polnische Rauchbombe zündete und aus dem Nordausgang flüchtete. 

Die starke Rauchentwicklung im Personentunnel behinderte kurzzeitig die komplette Sicht. Ob durch den Rauch Personen verletzt wurden, ist bislang nicht bekannt. 

Nach kurzer Flucht wurde der 23-Jährige in der Dortmunder Nordstadt vorläufig festgenommen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.

"Polen-Böller" im Tunnel gezündet

Am Silvesterabend gegen 23.25 Uhr hatte ein 28-jähriger Neuenkirchener im Südtunnel des Hauptbahnhofs Münster einen sogenannten "Polen-Böller" in einer Reisegruppe gezündet, die gerade mit dem Zug aus Rheine angekommen war. Die Personengruppe reagierte laut Pressemitteilung der Bundespolizei äußerst erschrocken über den ungewöhnlich lauten "Böller".

Einsatzkräfte der Bundespolizei stellten den angetrunkenen und äußerst aggressiv auftretenden Beschuldigten und forderten ihn auf, sich auszuweisen. Dieser Aufforderung kam der Mann nicht nach und er versuchte zu flüchten. Die Bundespolizisten konnten ihn jedoch daran hindern und nahmen ihn fest. 

Bei der Festnahme leistete er erheblichen Widerstand, so dass weitere Kräfte hinzugezogen werden mussten. Hierbei zog sich ein Bundespolizist am Knie und Handgelenk Verletzungen zu, war aber weiterhin dienstfähig. Außerdem wurde bei dem vereitelten Fluchtversuch das Mobiltelefon eines eingesetzten Beamten beschädigt. Während des Handgemenges versuchte der Beschuldigte einen Plastikbeutel mit Betäubungsmitteln unter die Glasabdeckung der Tunnelwand zu schieben.

Bei der im Anschluss durchgeführten Durchsuchung im Dienstraum der Bundespolizei wurden bei dem Beschuldigten weitere verbotene "Böller", ein "Butterfly-Messer" sowie eine nicht geringe Menge Betäubungsmittel aufgefunden und sichergestellt.

Die Bundespolizisten leiteten entsprechende Strafverfahren wegen Widerstandes, Verstoßes gegen das Waffengesetz, Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, Körperverletzung und Sachbeschädigung gegen den 28-Jährigen ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen verblieb der Neuenkirchener letztendlich auf freiem Fuß.

89 verbotene Böller im Gepäck

Am Recklinghauser Hauptbahnhof wurden am Silvesterabend eine 18-Jährige aus Schüttorf und ein 19-jähriger aus Marl mit sage und schreibe 89 der verbotenen "Polen-Böller" erwischt. Daraufhin wurde das Feuerwerk sichergestellt und gegen das Duo ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Spezialisten des Entschärferdienstes der Bundespolizei aus Düsseldorf holten die Böller später vom Bundespolizeirevier Recklinghausen ab. - eB

Quelle: wa.de

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