Kilometerlanger Stau aufgelöst

A1 nach Unfallserie bei Kamen wieder frei befahrbar

[UPDATE 20 Uhr] DORTMUND/KAMEN - Nach mehreren Unfällen auf der A1 vor der Anschlussstelle Kamen-Zentrum ist es auf der Autobahn am Freitagnachmittag stundenlang zu massiven Rückstaus gekommen. Die Bahnen sind seit dem frühen Abend wieder frei passierbar.

Gegen 12.22 Uhr ereignete sich zunächst auf der A1 in Fahrtrichtung Bremen vor Kamen-Zentrum ein Auffahrunfall am Stauende. Beteiligt waren drei Sattelzüge und ein Klein-Lkw. Dabei wurden zwei Fahrzeugführer leicht verletzt. Die Richtungsfahrbahn Bremen wurde komplett blockiert.

Nach Ermittlungsstand vom Freitagabend war ein 52-Jähriger aus der Ukraine mit seinem Sattelzug auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung Bremen gefahren. Vor ihm fuhr zur gleichen Zeit ein 44-Jähriger aus Dinklage auf dem rechten Fahrstreifen. Aufgrund hohen Verkehrsaufkommens musste der 44-Jährige seinen Lkw an einem Stauende dann bis zum Stillstand abbremsen.

Der nachfolgende 52-Jährige bemerkte seinen vor ihm bremsenden Vordermann zu spät und wollte noch nach links ausweichen. Hierbei prallte er jedoch gegen die rechte Fahrzeugseite des auf dem mittleren Fahrstreifen fahrenden Klein-Lkw eines 64-Jährigen aus Düsseldorf. Anschließend prallte der Sattelzug noch gegen die Heckseite des vor ihm fahrenden Sattelzuges des 44-Jährigen.

Der Fahrer eines nachfolgenden Sattelzuges, ein 39-Jähriger aus Bochum, versuchte auch noch zu bremsen, versuchte ebenfalls nach links auszuweichen, prallte jedoch auf den Sattelzug des Ukrainers und auf den Klein-Lkw des Düsseldorfers.

Der 39-Jährige und der 64-Jährige kamen mit einem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus.

Der geschätzte Sachschaden beträgt in diesem Fall rund 62.000 Euro.

Rund 20 Minuten später, gegen 12.40 Uhr, kam es auf der Gegenfahrbahn in Richtung Köln, zu einem weiteren Unfall, bei dem zwei Autos aufeinanderprallten. Vermutlich waren deren Fahrzeugführer durch das intensive Beobachten der Unfallmaßnahmen des Unfalls in der Gegenrichtung abgelenkt. Hierbei verletzte sich ein Fahrzeuginsasse leicht.

Beide Fahrtrichtungen konnten an den jeweiligen Unfallstellen erst gegen 14.50 Uhr wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden.

Gegen 12.48 Uhr prallten zudem - jetzt wieder auf der A1 in Richtung Bremen - sieben Kilometer vor der vorherigen Unfallstelle am Stauende drei weitere Sattelzüge aufeinander. Hierbei musste die Richtungsfahrbahn Bremen abermals komplett bis gegen 17.45 Uhr für die Bergung gesperrt werden. Die Polizei leitete den Verkehr über die Parallelfahrbahn an der Unfallstelle vorbei. Geschätzte Sachschadenshöhe in diesem Fall: etwa 260.000 Euro.

Hinter diesem Unfall wiederum kam es gegen 13.16 Uhr zu einem weiteren Auffahrunfall unter Beteiligung von drei PKW. In diesem Fall verletzte sich eine Beifahrerin, ein 56-Jährige aus Bonn, leicht. Sie kam mit einem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus.

Bei diesem Unfall entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 18.000 Euro.

Der Verkehr staute sich in beiden Fahrtrichtung zeitweise bis auf zweistellige Kilometerlängen zurück.

Hier gibt's aktuelle Verkehrsinfos der WDR-Kollegen!

Quelle: wa.de

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