Vogelfreunde in Sorge: Wenige Singvögel am Futterhäuschen

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In den winterlichen Gärten sind laut Nabu derzeit auffallend wenige Singvögel zu sehen.

Düsseldorf - Wenig los an den Vogelhäuschen: In den winterlichen Gärten sind derzeit auffallend wenige Singvögel zu sehen. Deshalb habe es viele besorgte Anrufe gegeben, berichtete der Naturschutzbund Nabu in Düsseldorf.

Es sei wohl kein örtliches Problem, denn die Anrufe kämen aus allen Landesteilen. Nach Ansicht der Vogelkundler ist der geringe Flugbetrieb am Futterhäuschen wahrscheinlich auch eine Spätfolge des extremen Frühjahrs mit seinen vielen Regengüssen.

Nässe und Kälte hätten viele Jungvögel an Unterkühlung sterben lassen. Außerdem habe das Wetter zu einem Mangel an Insekten geführt, so dass Vögel wenig zu futtern fanden. "Jungvögel, die nicht an Kälte gestorben sind, sind schlicht verhungert", vermutet Nabu-Vogelexperte Heinz Kowalski. 

Entsprechend entdecken Vogelschützer, die derzeit die Nistkästen säubern, darin Nester mit toten Jungvögeln oder nicht ausgebrüteten Eiern. Aus der Brutsaison gab es wenig Nachwuchs. Wetterbedingt gebe es immer wieder mal schlechte Jahre für die Vögel, erklärte der Nabu-Experte. Aber eine ernste Gefahr sei die Veränderung durch die industrielle Landwirtschaft mit den großen, monotonen Flächen für Mais und Raps. - dpa

Quelle: wa.de

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