Vier Fragen zu Cannabis

Cannabis liefert eine Drogensubstanz.

Was ist Cannabis? Cannabis ist die botanische Bezeichnung der Hanfpflanze. Sie enthält mehr als 60 Cannabinoide, davon gilt das delta-g-Tetrahydrocannabinol – oder kurz THC – als die stärkste psychoaktive Wirksubstanz. Cannabis wird überwiegend in Form von Marihuana und Haschisch konsumiert. Marihuana („Gras“) werden die getrockneten Blüten und Blätter der Cannabispflanze genannt. Haschisch („Dope“, „Shit“) wird aus dem THC-haltigen Harz der Blütenstände hergestellt. Zusammen mit Teilen der Pflanze und anderen Streckmitteln wird das Harz zu Platten gepresst. Haschisch hat meist eine bräunlich-grüne Farbe und eine feste bis bröckelige Konsistenz.

Die wohl häufigste Form des Cannabiskonsums ist das Rauchen von so genannten Joints. Das sind selbst gedrehte Zigaretten, in denen zerbröseltes Haschisch oder Marihuana meist mit Tabak vermengt wird.

Cannabisprodukte werden auch über verschiedene Sorten von (Wasser-)Pfeifen geraucht, die das Rauscherlebnis mitunter deutlich intensivieren.

Wie wirkt Cannabis?

Charakteristisch für die Wirkung von Cannabis ist das breite Spektrum psychischer Effekte. Die Wirkung hängt jeweils von einer Reihe Faktoren ab. Sowohl die Dosis und die Konsumform (rauchen, essen) als auch der Kontext des Konsums sowie die Persönlichkeit des Konsumenten und seine Erwartungen können die Wirkung beeinflussen. Die subjektiv als positiv erlebten Wirkungen betreffen verschiedene Aspekte: Es stellt sich ein euphorisches Gefühl bei gleichzeitiger Gelassenheit ein. Übliche Denkmuster treten in den Hintergrund. Neue Ideen und Einsichten prägen das Denken unter Cannabiseinfluss. Das Kurzzeitgedächtnis wird gestört, was vor fünf Minuten geschehen ist, gerät bereits in Vergessenheit, die Zeit scheint langsamer zu verstreichen. In Gemeinschaft Gleichgesinnter wird dies oft als amüsant erlebt, das Gemeinschaftserleben unter Freunden wird intensiver. Außerdem verändert sich die Körperwahrnehmung. Einerseits schlägt das Herz schneller, andererseits erleben Konsumenten eine wohlige Entspannung. Ein Gefühl der Leichtigkeit bei gleichzeitig verlangsamten Bewegungen macht sich breit.

Wie groß ist das Suchtpotenzial?

Welche Droge wie schnell abhängig macht, hängt grundsätzlich davon ab, wie rasch etwas wirkt und wie schnell diese Wirkung wieder nachlässt. Zigaretten etwa wirken unmittelbar, binnen kürzester Zeit ist diese Wirkung jedoch wieder verflogen. Bei „Crack“ ist das ebenso. Diese Drogen gelten daher als besonders suchtpotent. Cannabis hingegen verfügt eher über ein mittleres bis geringes Suchtpotenzial. Vom Konsum bis zum Einsetzen der Wirkung vergeht einige Zeit, und ein Rausch kann – je nach Dosis – mehrere Stunden dauern.

Wie gefährlich ist Cannabis?

Problematisch kann der Konsum vor allem für sehr junge und psychisch labile Menschen sein, die infolge des Konsums unter psychotischen Zuständen leiden und über Stunden nicht zurechnungsfähig sein könnten. Bei erwachsenen, gesunden Menschen, die Cannabis gelegentlich konsumieren gibt es keine Berichte über schwerwiegende körperliche Schäden. Strafrechtlich jedoch können die Folgen beträchtlich sein: Jahr für Jahr gibt es 100 000 neue Strafverfahren gegen Endverbraucher. ▪ oel

Quelle: Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen in Hamm.

Quelle: wa.de

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