Katholiken erwarten Dialogfähigkeit vom künftigen Erzbischof

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KÖLN - Der neue Erzbischof von Köln soll Strukturen verändern und Offenheit zeigen. Das ergab eine Umfrage unter den Katholiken des Bistums.

Die Bereitschaft und Fähigkeit zum Dialog sowie Toleranz gegenüber Andersdenkenden sind die wichtigsten Qualitäten, die sich Katholiken im Erzbistum Köln vom neuen Erzbischof wünschen. Das geht aus einer nicht repräsentativen Befragung der Kölner Kircheninitiative hervor, deren Ergebnis am Freitag in Köln veröffentlicht wurde. Gut zwei Millionen Katholiken gibt es im Bistum, 901 beteiligten sich an der Fragebogenaktion. Rund 80 Prozent der Teilnehmer kreuzten diese beiden Eigenschaften an. Knapp 70 Prozent erwarten, dass der Neue ein Förderer der Ökumene sein soll.

Die wichtigste Aufgabe, der sich der künftige Erzbischof stellen soll, ist nach Meinung von 74 Prozent der Befragten der "Abbau von Machtstrukturen und Angst". "Mehr Verantwortung für Frauen, pastoral und organisatorisch" sehen 70 Prozent als dringende Aufgabe an.

Nur ein Viertel der 901 Teilnehmer nutzte die Möglichkeit, einen Wunschkandidaten als Nachfolger für Kardinal Joachim Meisner zu nennen. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann erhielt 53 Nennungen. Für die beiden aus Köln stammenden Bischöfe Heiner Koch (Dresden-Meißen) und Rainer Maria Woelki (Berlin) sprachen sich 42 beziehungsweise 29 Umfrageteilnehmer aus.

Das Umfrageergebnis wurde dem Kölner Domkapitel übergeben, das seinerseits die Katholiken im Erzbistum zu einer ähnlichen Umfrage aufgefordert hat. Das Domkapitel wird den künftigen Erzbischof aus einer vom Papst übermittelten Liste mit drei Vorschlägen wählen. Zuvor schlägt es selbst dem Papst drei eigene Kandidaten vor, die dieser jedoch nicht übernehmen muss. - dpa

Quelle: wa.de

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