Nach Lkw-Unfall auf der A44

Video: Diese perfekte Rettungsgasse macht die Feuerwehr glücklich!

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Anröchte - Manchmal geht es um jede Sekunde. Doch immer wieder verlieren Einsatzkräfte auf dem Weg zu einem Unfall wichtige Zeit, weil keine Rettungsgasse gebildet wurde. Für die Einsatzkräfte ist das ärgerlich, für die Unfallopfer möglicherweise tödlich. Jetzt hat die Feuerwehr Anröchte jedoch eine Erfahrung gemacht, für die sie ein Lob aussprechen will!

Am Samstagmorgen wurden die Einsatzkräfte zu einem Lkw-Unfall auf der A44 zwischen den Anschlussstellen Erwitte/Anröchte und Soest-Ost gerufen. Der Laster war von der Fahrbahn abgekommen, krachte in die Böschung, geriet zurück auf die Fahrbahn und durchbrach dann die Leitplanke. Dabei verfehlte er einen Brückenpfeiler nur knapp! 

Obwohl der Fahrer in diesem Fall großes Glück hatte, nur leicht verletzt wurde, war schnelle Hilfe der Feuerwehr nötig. Der Tank des Lkw war aufgerissen, hunderte Liter Diesel liefen aus und stellten nicht nur eine Brandgefahr sondern auch eine Gefährdung für die Umwelt dar.

Am Samstag gab es eine Ausnahme

Die Regel ist: Anfahrten zu Einsatzstellen auf Autobahnen sind eine Zerreißprobe für die Nerven der Rettungskräfte. Zu oft passiert es, dass Rettungsgassen überhaupt nicht oder zu spät gebildet werden oder zu eng sind. Am Samstag jedoch gab es eine Ausnahme: Die Einsatzkräfte hatten freie Fahrt bis zum Unfallort.

Die Rettungsgasse im Video

"Eine so perfekte Gasse ist wirklich ungewöhnlich", bestätigte Anröchtes Wehrleiter Rafael Schmidt. "Es haben bis auf ein, zwei Autofahrer durchgängig alle geschnallt." Er und alle anderen Rettungskräfte wünschen sich, dass solche Erlebnisse zur Normalität werden: "Wir hoffen, dass es so langsam in den Köpfen der Menschen angekommen ist und sie durch Negativbeispiele sensibilisiert wurden und es auch bleiben."

"Ein großes Lob!"

Für das Positivbeispiel am Samstag unterstreicht Schmidt: "Da muss man auch einfach mal ein großes Lob aussprechen!" Und festzuhalten bleibt: Je schneller die Rettungs- und Bergungsarbeiten anlaufen können, desto zügiger kann der Verkehr wieder rollen.

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Quelle: wa.de

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