Vertrauen im Netz Mangelware

MÜNSTER - Der Siegeszug des Internets macht es den Menschen nach Forscheransicht immer schwerer, Vertrauen zu fassen.

"Gerade im Unternehmensalltag sind viele Menschen damit konfrontiert, dass sie mit anderen Leuten über Kontinente hinweg an einem Projekt arbeiten, ohne diese jemals persönlich zu treffen", sagte der Kommunikationswissenschaftler Prof. Bernd Blöbaum von der Universität Münster.

Wie trotzdem Zutrauen in der digitalen Welt entstehen kann, erforschen seit Mittwoch 20 Nachwuchsforscher in einem neuen Graduiertenkolleg. "Das ist deshalb so wichtig, weil Vertrauen Handeln - gerade auch in Krisensituationen - erst möglich macht."

Blöbaum betonte: "Das Internet hilft zwar, Probleme zu lösen, löst dabei aber auch neue Probleme aus."

Bis 2016 haben die Doktoranden nun Zeit, beim Graduiertenkolleg "Vertrauen und Kommunikation in einer digitalisierten Welt" zu dem Schwerpunkt zu forschen.

Das Kolleg wird auch von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. - lnw

Quelle: wa.de

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