Nach Straßenbahn-Unfall beginnt Ursachsensuche 

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[UPDATE 15.30 Uhr] ESSEN - Eine 40 Tonnen schwere Straßenbahn kracht gegen eine vor ihr wartende Tram. Rund 30 Menschen werden verletzt. Jetzt suchen Ermittler den Grund für den schweren Unfall in Essen.

Nach dem Zusammenstoß dreier Straßenbahnen in Essen mit mindestens 28 Verletzten hat am Mittwoch die Suche nach der Unfallursache begonnen.

Dazu würden unter anderem die Fahrtenschreiber der Straßenbahnen und Luftaufnahmen aus einem Hubschrauber ausgewertet, sagte ein Polizeisprecher. Der Sachschaden liege nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Bereich.

Technischer Defekt oder menschliches Versagen?

Der Unfall hatte sich am Dienstag an einer vielbefahrenen Straßenkreuzung rund zehn Minuten Fußweg vom Essener Hauptbahnhof entfernt ereignet. Zwei Bahnen hatten dort an der Haltestelle "Hollestraße" gewartet, als eine dritte Straßenbahn von hinten auffuhr. Als Ursache komme ein technischer Defekt oder menschliches Versagen infrage, hieß es bei der Polizei.

Inzwischen sei der 26 Jahre alte Fahrer der dritten Straßenbahn aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er soll in den nächsten Tagen vernommen werden. Formal gelte er als Beschuldigter in einem Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung in 28 Fällen, sagte der Sprecher.

Bei Aufprall wurden enorme Kräfte frei

"Einer dieser Züge wiegt etwa 40 Tonnen, so dass durch den Aufprall enorme Kräfte freigesetzt wurden", erläuterte die Essener Feuerwehr. "Entsprechend heftig war die Krafteinwirkung auf die Fahrgäste und auch auf die Züge, die schwerbeschädigt sind."

Nach dem Unfall hatte die Polizei offiziell von 28 Verletzten gesprochen. Einer oder mehrere verletzte Fahrgäste seien aber zusätzlich auf eigene Faust in Krankenhäuser gegangen. Deshalb gab es auch höhere Angaben zu Verletztenzahlen. - lnw

Quelle: wa.de

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