Lebensgefährliche Kopfverletzung

Verkauf von Paintball-Pistole eskaliert in Warendorf

+
Symbolbild

[Update, 11 Uhr] Warendorf - Das Treffen mit einem vermeintlichen Käufer für seine Paintball-Pistole hätte einen 29-jährigen Mann aus Warendorf am Mittwochabend das Leben kosten können.

Einer der vermeintlichen Käufer schlug ihm mit einem Schraubenschlüssel gegen den Kopf; dabei wurde er lebensgefährlich verletzt.

Der Mann hatte sich über das Internet mit einem ihm unbekannten Mann verabredet, der vorgab, seine Paintball-Pistole kaufen zu wollen. Er fuhr deshalb zusammen mit einem weiteren 26-jährigen Mann zum Treffpunkt an einer Kapelle in Warendorf. Der Begleiter blieb im Auto sitzen.

Schlag mit Schraubenschlüssel gegen den Kopf

Ein Mann und eine Frau sollen den 29-Jährigen dann aber überrascht und dem Warendorfer mit einem Schraubenschlüssel gegen den Kopf geschlagen haben. Dann sollen sie die Paintball-Pistole – im Wert von 150 Euro – genommen haben und mit einem weiteren Komplizen geflüchtet sein. 

Soweit gab die Polizei in einer ersten Pressemitteilung die Version des Warendorfers und seines Begleiters wieder. Die beiden Männer fuhren zunächst zur Polizei und dann ins Krankenhaus. Es war zunächst die Rede von einer leichten Verletzung; doch habe sich der Zustand des Mannes so sehr verschlechtert, dass er noch in der Nacht in eine Klinik verlegt und notoperiert werden musste. Der behandelnde Arzt gab bei der Polizei an, der Zustand sei stabil, die Verletzung jedoch lebensgefährlich gewesen. 

Streit nach Trennung 

Die Polizei fahndete nach den Tätern, musste aber nicht lang suchen. Denn noch am Abend meldete sich das Trio auf einer Polizeiwache – und gab eine ganz eigene Geschichte zu Protokoll.  Demnach hatte ein 22-Jähriger nur vorgegeben, die Paintball-Pistole kaufen zu wollen, um mit dem Warendorfer in Kontakt zu kommen. Eigentlich sei es nämlich um Streit über das Eigentum einer 26-jährigen Frau aus Sassenberg gegangen, die sich von dem Warendorfer getrennt hatte.

Bei dem Treffen an der Kapelle kamen denn auch die Frau und ein weiterer, 27-jähriger Mann aus Sassenberg, dazu. Es habe dann der Warendorfer seine Ex-Freundin angegriffen und verletzt, hieß es weiter. Dann habe sich der 27-Jährige eingeschaltet und dem Warendorfer mit dem schweren Werkzeug gegen den Kopf geschlagen.

Die beiden Männer und die Frau seien dann geflüchtet und später gemeinsam zur Polizei gefahren. Die stellte das Tatwerkzeug sicher und entließ die Tatverdächtigen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare