Auch andere Gewerkschaften rufen zum Streik auf

Erneut Warnstreiks: Busse und Straßenbahnen stehen still

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Warnstreik im öffentlichen Dienst

Berlin/Düsseldorf - Im Tarifkonflikt für den öffentlichen Dienst haben Warnstreiks bei kommunalen Verkehrsbetrieben in Nordrhein-Westfalen erneut den Nahverkehr lahmgelegt. Auch am Donnerstag soll es weitere Warnstreiks geben. Auch andere Gewerkschaften haben ihre Mitglieder zu Warnstreiks aufgerufen

In Köln fuhren nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Mittwochmorgen keine Busse und Bahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe. Auch der Betrieb in den städtischen Kindertagesstätten sei enorm eingeschränkt. Demnach sollten rund 90 Prozent der Einrichtungen geschlossen bleiben. In der Landeshauptstadt Düsseldorf stand am Morgen der öffentliche Nahverkehr bis auf wenige Buslinien ebenfalls still. B

ürgerämter oder Kitas sind am Mittwoch nicht von den Arbeitsniederlegungen betroffen. Dort wurde bereits am Dienstag gestreikt. Auch in Oberhausen, Mülheim oder Unna kam es zu Einschränkungen im Nahverkehr und in der Kinderbetreuung. Berufstätige, die für den Weg zur Arbeit aufs Auto ausweichen, müssen sich auf erhebliche Staus einstellen.

Am Donnerstag sind dann noch in einzelnen Betrieben von Nordrhein-Westfalen Warnstreiks geplant. In dieser Woche seien noch "Warnstreiks größeren Ausmaßes" angesetzt, sagte Verdi-Vorstandsmitglied Wolfgang Pieper der Online-Ausgabe der "Passauer Neuen Presse" (Mittwoch) zur bundesweiten Situation.

"Die Auseinandersetzungen sind allerdings regional sehr begrenzt. Das findet ganz gezielt in einzelnen Städten und Kommunen statt." Damit wolle man ein Signal an die Arbeitgeber senden, sich in den Tarifverhandlungen endlich zu bewegen. "In der Wirtschaft herrscht Festtagsstimmung, die Aktionäre reiben sich die Hände und die Steuereinnahmen sprudeln", betonte Pieper. "Jetzt ist die Zeit, die Beschäftigten an der guten konjunkturellen Entwicklung zu beteiligen und so den öffentlichen Dienst langfristig wieder attraktiver zu machen."

Die Gewerkschaften fordern für die 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Zudem sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat erhöht werden. Die Arbeitgeber lehnen den geforderten Mindestbetrag ab.

Eine abschließende Verhandlungsrunde soll am 15. und 16. April stattfinden. Inzwischen haben auch andere Gewerkschaften ihre Mitglieder zu Warnstreiks aufgerufen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) etwa forderte Erzieher und andere sozialpädagogische Fachkräfte zur Arbeitsniederlegung am Donnerstag auf. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt kündigte Warnstreiks für den selben Tag an. - dpa

Quelle: wa.de

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