NRW verankert Inklusion zunächst bis Klasse 5

+
Symbolbild

DÜSSELDORF - Behinderte Kinder in Nordrhein-Westfalen haben ab dem kommenden Schuljahr ein Recht auf gemeinsamen Unterricht mit nichtbehinderten - zunächst in den Klassen 1 und 5.

Der Düsseldorfer Landtag beschloss am Mittwoch ein Inklusionsgesetz der rot-grünen Regierung mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen. Damit wird auch im bevölkerungsreichsten Bundesland für Eltern behinderter Kinder schrittweise das Recht verankert, ab 2014/15 zwischen einer Regelschule oder einer speziellen Förderschule zu wählen.

Eine UN-Konvention verpflichtet Deutschland zur schulischen Inklusion. Einige Bundesländer wie Bremen, Bayern und Niedersachsen haben die UN-Vorgabe bereits umgesetzt und garantieren den gemeinsamen Unterricht von Behinderten und Nichtbehinderten.

NRW-Schulministerium Sylvia Löhrmann (Grüne) verteidigte das in vielen Punkten umstrittene Gesetz: "Es schafft Rechte für die Eltern von Kindern mit Handicap, und es holt diese Eltern (...) endlich aus ihrer Rolle als Bittsteller heraus." Die Opposition aus CDU, FDP und Piraten stimmte gegen das Gesetz, das völlig unzureichend sei und mit dem die große Herausforderung Inklusion nicht gelingen werde.

Auch Vertreter von Schulen, Lehrern, Eltern, Kommunen, Gewerkschaften oder Sozialverbänden kritisieren die Regelung. Sie verlangen mehr Personal, kleinere Klassen, eine systematische Lehrer-Fortbildung und finanzielle Unterstützung. - lnw

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare