Urteil am Landgericht

Lebenslänglich für Mord an schwangerer Ex-Freundin

AACHEN - Wegen der Ermordung einer werdenden Mutter hat das Landgericht Aachen am Montag den Vater des ungeborenen Kindes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Seine Ex-Geliebte muss für 13 Jahre in Haft.

Nach einem von den beiden geschmiedeten Mordplan sei die Schwangere am Ostermontag mit einer Schaufel erschlagen worden, stellte das Gericht in dem Urteil fest. Wer von beiden Angeklagten zugeschlagen habe, ließ das Gericht bei seiner Urteilsverkündung am Montag offen.

Im Prozess hatten sie sich gegenseitig beschuldigt. Ihre Verteidiger kündigten Revision an. Nach Überzeugung des Gerichts war beiden Angeklagten das Kind im Weg gewesen. Der Mann habe keine Familie gewollt und für das von ihm gezeugte Kind nicht zahlen wollen.

Die Frau - mit der er früher einmal zusammen gewesen ist und nach der Tat wieder - sei rasend eifersüchtig gewesen. Sie habe befürchtet, ihn - ihre große Liebe - zu verlieren, wenn dessen Kind geboren würde. Beide hatten der schwangeren Frau schon vor der Bluttat wiederholt zugesetzt, um das Kind zu töten, nicht jedoch die Mutter. Aber diese Versuche waren gescheitert.

Der 32-Jährige hatte in Absprache mit der Geliebten die werdende Mutter am Ostermontag auf einen verlassenen Bauernhof gelockt. Dort habe er laut Anklage der im siebten Monat schwangeren Frau von hinten mit einer Schaufel auf den Kopf geschlagen haben. Seine 29-jährige Freundin hatte die Leiche zu einem Windrad nahe der A4 geschafft. - lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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