Urteil: Kein Schadensersatz nach Rutschunfall

Dülmen - Wer nach einem Unfall auf einer Wasserrutsche den Betreiber haftbar machen will, muss ihm seine Schuld nachweisen. Das hat das Oberlandesgericht Hamm in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil entschieden und damit eine Entscheidung des Landgerichts Münster bestätigt.

Bei einem Unfall in einem Freizeitbad in Dülmen (Kreis Coesfeld) war der 37 Jahre alte Kläger 2009 mit dem Kopf auf den Beckenboden geschlagen und hatte sich dabei schwer verletzt. Seitdem ist er vom Bauchnabel an gelähmt. Den Betreiber des Bades verklagte er auf Schadensersatz sowie zusätzlich Schmerzensgeld in Höhe von 150 000 Euro.

Der 7. Zivilsenat des OLG aber konnte keine Pflichtverletzung beim Betreiber des Bades erkennen. Ein Sachverständiger hatte die Anlage als unbedenklich eingestuft. Der Experte vermutete, dass sich der Kläger nicht an die vorgeschriebene Rutschhaltung "sitzend, Füße voraus" gehalten habe. Der Kläger kann noch Antrag auf Zulassung einer Revision stellen. - dpa/lnw

Quelle: wa.de

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