In Fahrtrichtung Bremen bei Unna/Kamen

Urlaubsfahrt von Lkw beendet - Unfall auf A1 sorgt für Stau

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Unna/Kamen - Verhältnismäßig glimpflich endete ein spektakulärer Unfall am Donnerstagmittag auf der A1 in Fahrtrichtung Bremen. Nur ein Lkw-Fahrer erlitt leichte Verletzungen.

Ein Ehepaar aus Troisdorf (57 und 58 Jahre) fuhr um kurz vor 12 Uhr auf dem rechten Fahrstreifen der A1. Ihr Ziel: mit dem Wohnmobil von Köln aus auf Urlaubsfahrt nach Lüchow-Danneberg. 

Zwischen den Anschlussstellen Unna-Zentrum und Kamen-Zentrum unterbrach ein unaufmerksamer Lkw-Fahrer die Fahrt. Der 53-jährige Fahrer eines Sattelzuges aus Polen erkannte nicht rechtzeitig, dass der vorausfahrende Verkehr bremste und langsamer wurde. Als der Mann es bemerkte, war es schon zu spät: Trotz des Ausweichens nach links prallte er nahezu ungebremst gegen die linke hintere Wohnmobilseite. 

Das Wohnmobil hielt der Wucht des Aufpralls nicht stand: Wie der Deckel einer Konservenbüchse riss die linke Fahrzeugseite fast bis zur Fahrerkabine auf. Der gesamte Inhalt des vollgepackten Urlaubsautos schleuderte durch die Wohnkabine und ergoss sich über die drei Fahrstreifen der Autobahn. Die Insassen: unverletzt.

Ein vor dem Wohnmobil wartender Klein-Lkw wurde beim Ausweichen des Sattelzuges beschädigt. Sein 38-jähriger Fahrer aus Düsseldorf verletzte sich leicht. Zwei nachfolgende Pkw zogen sich Schäden zu, als diese von umherfliegenden Trümmerteilen getroffen wurden.

Nochmal gut gegangen: Lkw reißt Wohnmobil auf der A1 auf

Den Einsatzkräften der Polizei bot sich ein riesiges Trümmerfeld über die gesamte Fahrbahnbreite und mehrere Meter Länge. Schnell bildete sich ein Rückstau, der bis auf zehn Kilometer Länge anwuchs. 

Um zeitnah wieder einen Fahrstreifen freizugeben und den Verkehr an der Unfallstelle vorbei fahren zu lassen, griffen die Polizeibeamten zum Besen und fegten. Allerdings dauerten die umfangreichen Aufräumarbeiten zur Freigabe aller Fahrstreifen - trotz Unterstützung durch einen Besenwagen - bis um kurz nach 14 Uhr an.

Das Wohnmobil wurde abgeschleppt. Der polnische Sattelzugfahrer leistete eine Sicherheitsleistung. Er konnte sein Fahrzeug noch von der Autobahn fahren, doch dann hieß es auch für sein Gefährt: ab in die Werkstatt. Insgesamt entstand ein geschätzter Sachschaden von rund 80.000 Euro.

Quelle: wa.de

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