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Amtliche Unwetter-Warnungen in NRW: Nach Tornados weiter Sturmböen möglich

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Von: Hannah Decke, Kristina Köller

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In NRW hat es am Freitag schon wieder gekracht - mit Sturm und Gewitter. Über Lippstadt und Paderborn wüteten Tornados. Das ist der aktuellen Stand er Warnungen.

Update vom 20. Mai, 22.01 Uhr: Nachdem Tornados Lippstadt und Paderborn schwer verwüstet haben und auch andernorts in NRW die Sorge vor Unwettern am Freitag groß war, scheint sich die Warnlage jetzt zu entspannen. Eine Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor markantem Wetter (Stufe 2) gilt lediglich noch für den östlichen Teil des Bundeslandes. Gewarnt wird zunächst noch bis Mitternacht (sprich Samstag, 21. Mai, 0 Uhr). Es können demnach Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 65 km/h auftreten. In exponierten Lagen muss mit Sturmböen bis 75 km/h gerechnet werden

Update vom 20. Mai, 17.16 Uhr: Unwetterwarnungen vor schwerem Gewitter mit Orkanböen, extrem heftigem Starkregen und Hagel gelten dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge zunächst bis 18 Uhr in mehreren Kreisen in NRW: Der Hochsauerlandkreis, der östliche Märkische Kreis sowie Teile der Kreise Olpe, Soest, Paderborn, Gütersloh und Detmold sind auf der Karte des DWD entsprechend violett eingefärbt.

Doch auch in anderen Bereichen von NRW gelten weiterhin Unwetterwarnungen - der Stufe vier (rot). Betroffen sind auch hier schwerpunktmäßig weite Teile von Süd- sowie Ostwestfalen. In ganz NRW sind die Menschen weiterhin zur Vorsicht aufgerufen. Mit schwerem Gewitter ist zunächst bis 21 Uhr zu rechnen.

Update vom 20. Mai, 15.22 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am frühen Freitagnachmittag zunächst für die südwestlichen Gebiete Nordrhein-Westfalens - einem Streifen von Aachen bis nach Essen im Ruhrgebiet - amtliche Unwetter-Warnungen herausgegeben. Dort könnte es am Nachmittag zuerst zu schweren Gewittern mit heftigem Starkregen und Hagel kommen, sagte ein Sprecher des DWD. Zudem müssten die Menschen dort mit Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern rechnen.

Das Unwetter könne ab dem Nachmittag bis in den Abend hinein Gebiete gesamten Bundesland NRW treffen. Auch mit weiteren Warnungen der Stufen 3 und 4 vor extremen Unwettern sei zu rechnen. „Wer nichts vorhat, soll auch lieber zuhause bleiben“, so der Sprecher.

Extremes Unwetter in NRW: DWD warnt vor lokalen Sturmböen

Update vom 20. Mai, 11.56 Uhr: In NRW müssen die Menschen im Südwesten und Westen heute als erste im Land mit schweren Gewittern und Stürmböen rechnen. Ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte: „Wir erwarten, dass es mittags an der Grenze losgeht.“ In einer Vorabinformation wies der DWD in seiner Unwetter-Warnung am Morgen auf teils extreme Gewitter mit schweren Sturm- und Orkanböen, Starkregen und Hagel hin. Die Unwetter-Warnungen hatten schon am Vormittga die ersten Folgen - unter anderem für Schulen.

Der stärkste Niederschlag sei in der Nordhälfte von NRW zu erwarten, hieß es weiter. Mit stärkeren Windböen sei eher in der Südhälfte Nordrhein-Westfalens zu rechnen. Die Kriterien für das Unwetter betreffen demnach jedoch das ganze Land.
Dem Sprecher zufolge könnte der DWD, wie bereits am Vortag, ab Freitagmittag großflächig vor Unwetter warnen. Es sei auch damit zu rechnen, dass Warnungen vor extremen Unwettern der Stufe 4 herausgegeben würden. Daher appellierte Innenminister Herbert Reul an die Bürger in NRW, wegen des Unwetters zuhause zu bleiben, schreibt RUHR24.

„Wer nichts vorhat, soll auch lieber zuhause bleiben“, sagte der Sprecher. „Wir erwarten lokale Sturmböen mit 100 bis 130 Stundenkilometern.“ Die Menschen müssten davon ausgehen, dass Bäume umfielen und Äste durch die Gegend fliegen könnten.

Unwetter mit Superzellen am Freitag - Warnung von Experten: „Extreme Gefahrenlage in NRW“

[Erstmeldung] Hamm - Der Sommer ist in Nordrhein-Westfalen angekommen - jetzt stehen die ersten Gewitter an. Und die können heftig ausfallen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Unwetter. Am Freitag (20. Mai) könnte es brenzlig werden. Und sogar gefährlich.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Gefährliche Unwetter in NRW: Schwere Gewitter mit Tornado-Gefahr drohen

In ganz NRW mussten sich die Menschen bereits am Donnerstagnachmittag auf Unwetter mit Starkregen, schweren Sturmböen und Hagel einstellen. Ab 14 Uhr traten erste Schauer auf, ab 17 Uhr wurde es dann regional etwas heftiger. Punktuell warnte der Deutsche Wetterdienst vor orkanartigen Böen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde. In Duisburg wurde ein Mann bei einem Blitzeinschlag auf einem Schiff schwer verletzt.

Am Freitag besteht nach Angaben des DWD noch einmal ein deutlich höheres Unwetter-Potenzial. Dann bestehe sogar ein geringes Risiko für die Bildung von Tornados in NRW, sagte Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

In einer Vorab-Warninformation des DWD von Donnerstabend ist die Rede von schweren, zum Teil auch extremen Gewittern mit massiven Auswirkungen. Die Gewitter seien begleitet von „schweren Sturm- oder Orkanböen zwischen 90 und 130 km/h“ sowie heftigem Starkregen und Hagel. Auch einzelne Tornados sind laut Wetterdienst nicht ausgeschlossen. Es bestehe die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen sowie Baum- und Astbruch. Auch Beeinträchtigungen der Infrastruktur seien möglich.

Unwetter in NRW: Tornado-Gefahr und Superzellen am Freitag

Auch das Risiko von Superzellen steigt laut Jung am Freitag im Westen. Dabei handelt es sich um ein Gewitter mit Mesozyklon: ein tiefer, anhaltend rotierender Aufwind. 

„Es droht die überregional heftigste Schwergewitterlage seit Langem“, sagte DWD-Meteorologe Sebastian Altnau der Rheinischen Post.  „Bei Aufenthalt im Freien besteht Lebensgefahr“, so Altnau. NRW sei am stärksten betroffen, die Behörden seien gewarnt. „Wir reden hier von einer extremen Gefahrenlage in NRW“. 

Unwetter am Donnerstag, 19. Mai, in NRW.
Meteorologe Dominik Jung zeigt auch einem Wettermodell, dass der Schwerpunkt der Unwetter in NRW liegt. © wetter.net/Screenshot WA

Das NRW-Innenministerium hat deswegen am Donnerstag eine sogenannte Landeslage eingerichtet, mit der die Kreise und kreisfreien Städte für das bevorstehende Sturmtief sensibilisiert wurden. Das NRW-Innenministerium ist nach eigenen Angaben bereits seit Mittwochnachmittag mit dem DWD im ständigen Austausch.

Die Höchstwerte liegen am Freitag zwischen 24 und 28 Grad. In der Nacht zu Samstag ziehen Schauer und Gewitter nach Osten ab. Es bleibt überwiegend trocken mit Tiefstwerten zwischen zwölf und acht Grad.

Unwetter in NRW: Mann von Blitz getroffen - Stadtalarm im Sauerland

Bereits am Montag (16. Mai) wurde NRW von einem schweren Unwetter heimgesucht. Dabei waren die Regionen unterschiedlich stark betroffen. Während es in weiten Teilen lediglich kurz gedonnert hat und einige Schauer herunterkamen, wurde in Menden im Sauerland Stadtalarm ausgelöst. Der Pegel der Hönne stieg stark an; aus vielen Teilen der Stadt wurden überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller gemeldet. 

In Essen hatte das Gewitter dramatische Folgen: Ein Passant (56) wurde von einem Blitz getroffen. Der Mann wurde lebensgefährlich verletzt und musste reanimiert werden.

Übrigens sieht es danach aus, dass der Mai auch weiterhin sommerlich bleibt. „Es scheint so, als würden sich die wärmeren Luftmassen doch noch etwas länger behaupten wollen“, sagt Dominik Jung mit Blick auf die Vorhersage für Montag, 23. Mai. NRW könnte sich also schon jetzt auf dauerhaft sommerlich Wochen freuen - mit Blick auf die Urlaubszeit und das bald startende 9-Euro-Ticket können die Menschen also beruhigt ein paar Ausflüge planen.

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