Wetter im Westen

Unwetter in NRW: DWD rechnet auch heute mit Gewittern - Starkregen örtlich möglich

Nach den heftigen Unwettern in NRW und Rheinland-Pfalz, die zur Flutkatastrophe führten, droht an diesem Wochenende neuer Starkregen.

Update vom 25. Juli, 8.16 Uhr: Die für Samstag angekündigten Gewitter mit Starkregen hatten vor allem die Menschen in den Hochwassergebieten in NRW sorgenvoll gestimmt. Die Lage blieb glücklicherweise aber sehr entspannt. Nach den heftigen Unwettern in der vergangenen Woche war die Angst vor weiteren Überflutungen besonders im Süden des Landes groß. Dort blieb der Starkregen aber aus, lediglich im Ruhrgebiet und Münsterland regnete es am Abend kräftig. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) sind ab Sonntagmittag wieder örtlich kräftige Gewitter möglich. „Lokal eng begrenzt mit Starkregen“, sagen die Experten. Punktuell könne es auch eine unwetterartige Entwicklung nehmen. Aber: Es wird keine Unwetter- und Hochwasserlage wie in der letzten Woche erwartet.

BundeslandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17,93 Millionen
HauptstadtDüsseldorf

Unwetter in NRW: Gewitter und Regen am Samstag - Evakuierungsangebot an der Ahr

Update vom 24. Juli, 19.11 Uhr: Seit Samstagnachmittag regnet es auch im Hochwassergebiet entlang der Ahr wieder - eine Warnung des DWD gibt es dort bislang aber nicht. Wie der WDR berichtet, hat der Katastrophenschutzstab den besonders betroffenen Kommunen in Rheinland-Pfalz dennoch ein Evakuierungsangebot gemacht. Menschen können in Shuttlebussen zu einer Notunterkunft in Leimersdorf gebracht werden, sofern sie das möchten.

Wie der Deutsche Wetterdienst betonte, sind an diesem Wochenende keine Regenfälle zu erwarten wie jene, die in der vergangenen Woche die Flutkatastrophe ausgelöst hatten. Die Leiterin des Katastrophenschutzstabs verwies aber auf „eine nicht mehr funktionierende Kanalisation“, weshalb sich Regenfälle anders auswirken könnten. Das Evakuierungsangebot gilt für die Orte Schuld, Insul, Dümpelfeld und Bad Neuenahr in Rheinland-Pfalz nahe der Grenze zu NRW, wie der WDR berichtet.

Update vom 24. Juli, 18.38 Uhr: Die amtliche Warnung der Stufe 2 des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor starkem Gewitter mit Sturmböen um 70 Stundenkilometer, Starkregen und Hagel gilt weiterhin in Teilen von NRW. Laut Warnkarte des DWD sind nach wie vor insbesondere das Münsterland und nördliche Teile des Ruhrgebiets betroffen. Die Niederschlagsmengen wurden mit 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter binnen sechs Stunden angegeben.

Zum Vergleich: In der vergangenen Woche hatte flächendeckender Dauerregen mit Regenmengen von teilweise über 150 Litern pro Quadratmeter für die Hochwasser-Katastrophe in Teilen von NRW und Rheinland-Pfalz gesorgt. Mit einer solchen Dimension rechnet der DWD an diesem Wochenende nicht (siehe Update von 16.40 Uhr).

Update vom 24. Juli, 16.53 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Teile von NRW nun eine amtliche Warnung vor starkem Gewitter herausgegeben (Warnstufe 2, Warnung vor markantem Wetter). Diese gilt zunächst bis 17.45 Uhr In Münster, Teilen des Kreises Warendorf, des Kreises Coesfeld und des Kreises Steinfurt. Laut DWD können dabei Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 70 km/h aufziehen - außerdem ist Starkregen und kleinkörniger Hagel möglich.

Neue Fluten wir in der vergangenen Woche sind nach Angaben des DWD wohl nicht zu erwarten.

Update vom 24. Juli, 16.40 Uhr: Auch wenn örtlich Gewitter und Starkregen zu erwarten sind - der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für dieses Wochenende nicht mit einer neuen Unwetter-Katastrophe in NRW. Das sagte Diplom-Meteorologin Jacqueline Kerrn am Samstag der Deutschen Presse-Agentur - und bestätigte damit die Einschätzung vieler weiterer Meteorologen aus den vergangenen Tagen.

Punktuell könne es aber trotzdem ab den Abend zu Problemen kommen - in einzelnen, schon von Hochwasser geschädigten Gebieten. Etwa wenn größere Regenmengen Unrat zu den Abflüssen spülten und diese verstopften. Auf vielen Straßen liegen noch Berge von Sperrmüll.

Unwetter in NRW: Warnungen für Bürger in Hochwasser-Gebieten

Die Bezirksregierung Köln kündigte an: „Damit trotz der prognostizierten Wetterlage des Deutschen Wetterdienstes die Standsicherheit der Talsperre gewährleistet ist, bleibt der Grundablass geöffnet.“ Zusätzlich stünden Pumpenkapazitäten bereit, um den Wasserstand unterhalb der kritischen Höhe zu halten. Um den Damm der Steinbachtalsperre war in der vergangenen Woche tagelang gebangt worden.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz ermahnte die Bürger: „Stellt die Arbeiten an den Gewässern ein, wenn der Regen kommt.“ Lokaler Starkregen könne an Gewässern, bei denen der Abfluss durch Sand- oder Kiesbänke, Bäume und anderen Unrat der vergangenen Unwetter ohnehin schon beeinträchtigt sei, plötzlich zu lokalen Überschwemmungen führen.

Unwetter in NRW: Erste Regenfront erreicht das Land

Eine erste Regenfront mit moderaten Niederschlägen hatte südliche Teile von NRW bereits bis zum Samstagmittag erreicht. Auch im Kreis Euskirchen und im besonders stark vom Jahrhundert-Unwetter geschädigten Eftstadt-Blessem regnete es.

Am Samstagabend beziehungsweise in der ersten Nachthälfte zum Sonntag könne es in einigen Gebieten zu heftigen Gewittern und Starkregen kommen, sagte DWD-Meteorologin Kerrn. Wo genau, könne aber nicht mit großem Vorlauf vorhergesagt werden.

Unwetter in NRW: Starkregen und Gewitter möglich

Update vom 24. Juli, 8.45 Uhr: Einzelne, teil kräftige Gewitter erwarten uns in NRW am Samstagnachmittag und -abend. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt auch „lokal eng begrenzte“ Unwetter durch heftigen Starkregen vorher. In kurzer Zeit können 25 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit fallen - örtlich in mehreren Stunden sogar um 60 Liter pro Quadratmeter.

Der Starkregen, der vergangene Woche zu der Hochwasserkatastrophe geführt hatte, hatte allerdings ganz andere Dimensionen: Da gab es teilweise über 150 Liter Regen pro Quadratmeter.

Vereinzelt kann es laut DWD am Samstag auch Sturmböen der Stärke 9 (um 80 km/h) und kleinkörnigen Hagel geben. Die Behörde betonte, dass eine genaue Lokalisierung der Schwerpunkte - wenn überhaupt - nur sehr kurzfristig möglich sein werde. Eine Unwetter-Vorwarnung oder eine amtliche Unwetterwarnung gab der DWD - anders als vergangene Woche - nicht heraus.

Die Gewitter sollen in der Nacht zu Sonntag abklingen. Aber auch am Sonntag kann es laut DWD gebietsweise noch kräftige Schauer und Gewitter geben. Dabei seien einzelne Gewitter mit Starkregen bis in den Unwetterbereich möglich, hieß es. Die Schauer- und Gewittertätigkeit soll in der Nacht zum Montag weitgehend abklingen.

Unwetter in NRW: Gefahreninformation für Kreis Euskirchen

Update vom 23. Juli, 22.18 Uhr: Der besonders schwer von der Flutkatastrophe getroffene Kreis Euskirchen hat am Freitagabend über die Nina-Warn-App einen Gefahreninformation herausgegeben. Darin wird auf den Deutschen Wetterdienst (DWD) verwiesen, der mit vereinzeltem Starkregen und Sturmböen im Kreis Euskirchen rechne.

Konkreter heißt es, dass am Samstagvormittag eine Regengebiet aufziehen soll, ab 16 Uhr sei mit Gewittern zu rechnen. „Dabei sind bis zum späten Abend stürmische Böen bis 80 km/h und lokal begrenzt Starkregenfälle mit bis zu 40l/qm möglich“, heißt es in der Information. Am Sonntag können demnach Gewitter häufiger auftreten. Dann sei ebenfalls mit Sturmböen bis 80 km/h, Niederschlägen mit bis zu 25 l/m² sowie Hagelschlag zu rechnen.

Aus der Information, die der Kreis Euskirchen über die App veröffentlichte, geht hervor, dass die Wetterlage aber nicht mir den Unwetterereignissen vergangener Woche vergleichbar sein. „Vorsorglich stehen die Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und weitere Einsatzkräfte bereit.“

Auch im Rest von NRW ist mit Unwettern zu rechnen (siehe Update 14.44 Uhr).

Update vom 23. Juli, 14.44 Uhr: Laut dem Super HD Modell von kachelmannwetter.de muss sich NRW am Samstag und Sonntag tatsächlich auf Gewitter und Starkregen, teils sogar Unwetter einstellen. Laut der Karte wird es am Vormittag im Süden des Landes zunächst nur leicht regnen. Die Schauer werden dann Richtung Nordosten abziehen. Am Nachmittag braut sich dann etwas zusammen: Zunächst kann es vereinzelnd im Ruhrgebiet und Sauerland zu leichten Gewittern kommen, zum Abend hin ziehen diese Richtung Ostwestfalen ab. Ab 19 Uhr kann es dann im Südwesten von NRW - Eifel, Rheinland, Städteregion Aachen - krachen. Zum späten Abend hin werden die Gewitter dann Richtung Nordosten weiterziehen. kachelmannwetter.de spricht von örtlichen Unwettern - jedoch zeigt das Modell, dass die Gewitter- und Schauerfront schnell weiterzieht.

Unwetter in NRW: Gewitter mit Starkregen am Wochenende erwartet

Update vom 23. Juli, 7.24 Uhr: Auch wenn es am Freitag noch nicht danach aussieht: Die Meteorologen erwarten an diesem Wochenende wieder Gewitter mit teils heftigem Starkregen. Eine Unwetter-Lage wie in der vergangenen Woche soll es aber nicht geben. Es werden nicht die Wassermassen erwartet, die zu der tödlichen Flutkatastrophe geführt haben. Laut Meteorologin Corinna Borau von wetter.com wird der kräftige Regen am Wochenende eher in kurzer Zeit fallen (ca. 40 Liter pro m² in einer Stunde) und die Gewitterzellen ziehen weiter. Die Wetterlage sei dynamischer als in der vergangenen Woche, als es in manchen Regionen stundenlang stark geregnet hatte.

[Erstmeldung] Hamm - Nach der Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz ist das Wetter mild und sonnig. Doch am Wochenende kann es wieder zu Starkregen, Gewitter und Sturmböen kommen. In einigen Regionen besteht die Gefahr von Unwetter. So schlimm wie bei dem Hochwasser-Drama wird es voraussichtlich nicht werden. Doch gerade in den bereits betroffenen Gebieten kann bereits wenig Regen gefährlich werden.

Unwetter in NRW: Am Wochenende drohen Gewitter, Starkregen und Sturmböen

NRW und Rheinland-Pfalz werden noch lange mit den Folgen des heftigen Unwetters kämpfen, durch das Straßen in reißende Flüsse verwandelt, Keller und Häuser überflutet wurden. Durch die Fluten ist in Erfstadt ein riesiger Krater entstanden, mehrere Wohnhäuser und ein Teil der historischen Burg stürzten ein. Die Hochwasser-Katastrophe forderte viele Tote. Noch immer werden Menschen vermisst.

Am nächsten Wochenende (24. und 25. Juli) sind wieder Schauer und Gewitter möglich. Der Deutsche Wetterdienst geht davon aus, dass es ab Mittag von Südwesten zu schauerartigen oder gewittrigen Regenfällen kommen wird. Lokal besteht Unwettergefahr.

Hochwasser durch Starkregen: Für die Katastrophengebiete könnte das Unwetter zur Gefahr werden

So katastrophal wie in der vergangenen Woche soll das Wetter laut der Prognose des Meteorologen Fabian Ruhnau von Kachelmannwetter.com nicht werden. Doch in den Katastrophengebieten könnten örtliche Starkregen ausreichen, um für weitere massive Schäden zu sorgen. Bäche und Flüsse könnten kurzfristig erneut anschwellen. Die Ufer sind noch so stark geschädigt, dass selbst leicht erhöhte Wasserstände eine Gefahr bedeuten können.

Davor warnt auch Dominik Jung. Der Meteorologe sagt gegenüber express.de, dass zwar kein flächendeckender Starkregen wie in den Katastrophengebieten zu befürchten sei, es jedoch zu heftigem Niederschlag und Gewittern an einigen Orten kommen kann - und zwar auch in den bereits betroffenen Gebieten. Und er warnt vor einer weiteren Gefahr: Durch den aufgeweichten Boden könne es zu Erdrutschen kommen.

Kachelmannwetter.com prognostiziert, dass sich die Wetterlage am Wochenende umstellen wird. Ab dem frühen Samstagmorgen kann es im Südwesten zu ersten Schauern und Gewittern kommen. Im Laufe des Tages breitet sich die schwülwarme Luft im Westen und Süden aus. Örtlich könne es dann zu unwetter-artigem Starkregen kommen.

Unwetter am Wochenende: Wie stark der Regen wird, ist noch nicht abzusehen

Laut der Wetterprognose von kachelmannwetter.com ist Gefahr von neuen Unwettern im Süden - in Südbayern und Baden-Württemberg - am größten. Am Sonntag können die Gewitter dann nach Osten ziehen.

Eva Laiminger, Meteorologin beim DTN Wetterdienst, bestätigte gegenüber t-online.de, dass es am Samstag und Sonntag in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zu erneuten Gewittern mit Hagel, Sturmböen und Starkregen kommen kann. Die Stärke des Regens sei jedoch noch nicht vorauszusehen, sagte sie t-online.

Auch die Meteorologin Laiminger geht davon aus, dass das Unwetter nicht mit dem vergangenen vergleichbar sein wird. Welche Folgen es haben wird, bleibt aber noch abzuwarten.

Rubriklistenbild: © David Young/dpa

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