Erneute Warnung vor Anrufen von Betrügern

Diese hohe sechsstellige Beute machten "falsche Polizisten" in Münster

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Münster - Das sind schockierende wie alarmierende Zahlen! Wie die Pressestelle der Polizei Münster am Donnerstagvormittag mitgeteilt hat, haben "falsche Polizisten" in Münster in nur vier "erfolgreichen" Betrugsfällen sage und schreibe 610.000 Euro erbeutet. Immerhin sei es Polizisten aber gelungen, eine weitere Geldsendung in Höhe von 30.000 Euro in die Türkei noch rechtzeitig zu stoppen.

Betroffen von dieser Betrugsmasche ist natürlich längst nicht nur Münster - quasi aus jeder Stadt und Gemeinde des Verbreitungsgebietes unserer Tageszeitungen und Online-Portale werden derlei Fälle gemeldet.

Dabei rufen nicht immer nur vermeintliche Polizisten an, immer wieder wird auch der sogenannte "Enkeltrick" versucht. Opfer sind zumeist Senioren, die dann um ihre Wertgegenstände und Ersparnisse gebracht werden.

Unentwegt weitere Anrufe

"Mit dem Status des Staatsdieners ergaunern sie sich Vertrauen. Die Betrüger verunsichern die Angerufenen, indem sie zum Beispiel einen kurz bevorstehenden Einbruch erfinden. Anschließend geben sie vor, das Eigentum, ob Geld oder Schmuck, in Sicherheit bringen zu wollen. Es folgen unentwegt Anrufe mit immer neuen Informationen, Verunsicherungen und Forderungen", schreibt die Polizei Münster.

Ermittler hätten bei Taten der letzten Tage weitere, sich wiederholende Details der Masche erklannt: "Die Anrufer forderten die Münsteraner auf, den Hörer zwischen den Gesprächen, neben das Telefon zu legen. Hierdurch verhindern sie, Vertrauenspersonen kontaktieren zu können und somit das Erkennen des Betrugs."

30.000-Euro-Überweisung gestoppt

Insgesamt habe es im Kalenderjahr 2018 bereits vier Fälle gegeben, bei denen die Täter so hartnäckig auf ihre Opfer eingeredet hätten, dass sie auf die Forderung eingegangen seien. "Hierbei erbeuteten die miesen Betrüger einen Gesamtbetrag von 610.000 Euro."

Am Dienstag sei es Polizisten gelungen, eine Geldsendung in einer Höhe von 30.000 Euro in Frankfurt zu stoppen. "Eine Münsteranerin hatte diese auf Forderung von falschen Polizisten in die Türkei geschickt. Dann wurde sie skeptisch und rief die Polizei."

Trotz allen Drucks Ruhe bewahren

Die Ermittler betonen noch einmal: "Polizisten rufen niemals an, um sich nach Wertgegenständen und Bargeld zu erkundigen oder gar die Herausgabe zu verlangen. Wenn sich Personen am Telefon als Polizisten ausgeben und Geld oder Wertvolles fordern, sollte das Gespräch beendet und die 110 gewählt werden. Die Täter versuchen ihre Opfer massiv unter Druck zu setzen. Deshalb sollte man versuchen Ruhe zu bewahren und eine Vertrauensperson hinzuzuziehen." - eB

Quelle: wa.de

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