Glatteis-Unfall

Lkw kippt um und kracht in Auto: Eine Tote - B516 mehr als zehn Stunden gesperrt

Bei einem schweren Unfall auf der B516 bei Rüthen-Heidberg kam am Dienstag eine 78-jährige Frau ums Leben.
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Bei einem schweren Unfall auf der B516 bei Rüthen-Heidberg kam am Dienstag eine 78-jährige Frau ums Leben.

Tragischer Unfall am Dienstagmorgen im Sauerland: Auf der B516 zwischen Rüthen und Brilon ist ein Lkw umgekippt und mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert. Eine Frau starb. Die Straßen war rund zehneinhalb Stunden gesperrt.

  • Auf der B516 zwischen Rüthen und Brilon hat es am Dienstag einen schweren Unfall gegeben.
  • Ein Lkw geriet ins Schleudern, kippte um und krachte in ein entgegenkommendes Auto.
  • Eine 78-jährige Frau aus Lippstadt wurde bei dem Unfall getötet.

Rüthen-Heidberg - Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei am Dienstag gegen 9.30 Uhr auf der B516 bei Rüthen-Heidberg. 

Der Sattelzug eines 58-jährigen Lkw-Fahrers kam zu diesem Zeitpunkt "vermutlich auf glatter Straße" in einer Rechtskurve in Richtung Rüthen ins Schleudern, wie die Polizei am Mittag mitteilte. Der Lkw kam dabei auf die Gegenfahrbahn und fuhr eine Böschung hoch. Dabei kippte der Sattelauflieger um und kollidierte mit dem entgegenkommenden VW Golf eines 75-jährigen Mannes aus Lippstadt.

Unfall auf der B516 bei Rüthen: Rettungshubschrauber im Einsatz

"Es gibt mehrere Verletzte", teilte die Polizei am Morgen mit. Nähere Informationen darüber, wie viele Menschen verletzt wurden und wie schwer deren Verletzungen sind, lagen zunächst nicht vor. Klar war nur, dass ein Rettungshubschrauber an der Unfallstelle landete. 

Tödlicher Unfall auf der B516 zwischen Rüthen und Brilon

Am Mittag folgten die tragischen Neuigkeiten: Bei dem Unfall kam eine 78-jährige Frau aus Lippstadt, die auf dem Beifahrersitz des Golfs saß, ums Leben. Sie erlag laut Polizei noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Der Fahrer des Wagens wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der Lkw-Fahrer erlitt Angaben der Polizei zufolge leichte Verletzungen und musste zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. 

Unfall auf der B516 bei Rüthen: Bild der Zerstörung an der Unfallstelle

Den Einsatzkräften der Feuerwehr bot sich ein Bild der Zerstörung, nachdem sie an der Unfallstelle angekommen waren. Trümmerteile lagen über mehrere hundert Meter verteilt, die Fahrbahn war voller Schotter und Öl aus den Fahrzeugen. Ersthelfer hatten die Beifahrerin des Golfs bereits aus dem Wagen gezogen, nach fast einstündiger Reanimation konnte jedoch nur noch ihr Tod festgestellt werden. 

Rettungshubschrauber Christoph 8 flog den schwer verletzten Golf-Fahrer nach dem Unfall auf der B516 bei Rüthen in eine Spezialklinik.

Mit schwerem hydraulischem Gerät, Schere und Spreizer, wurde der schwer eingeklemmte Golf-Fahrer von den Einsatzkräften der Feuerwehr aus dem Wrack geschnitten. Er wurde mit schwersten Verletzungen im Rettungshubschrauber Christoph 8 in eine Spezialklinik geflogen. 

Die Feuerwehr Rüthen, die mit Einheiten aus Rüthen, Meiste, Kneblinghausen, Menzel und Oestereiden und rund 50 Einsatzkräften vor Ort war, nahm nach der Patientenrettung die ausgelaufenen Betriebsstoffe auf und unterstütze bei den Schotter-Aufräumarbeiten. Diese wurden auch von einem hinzugerufenen Radlader unterstützt und zogen sich bis zum Abend gegen 20 Uhr.

Ein großes Problem für die Einsatzkräfte war eine zunächst ungenaue Angabe über den Unfallort im Notruf. Sie wurden zuerst zur L776 bei Hemmern in Richtung Büren geschickt. In eine völlig falsche Richtung. Eine Streifenwagen-Besatzung, die den Unfall am falschen Ort gesucht hatte, kam der Feuerwehr entgegen und berichtete, dass der Unfall an anderer Stelle sein muss. Kurze Zeit später kam über die Leitstelle eine Lageänderung mit der richtigen Einsatzadresse. Die ungenaue Ortsangabe sorgte für einen Zeitverlust von mehr als 15 Minuten.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten nach dem schweren Unfall auf der B516 bei Rüthen Öl abstreuen.

Unfall auf der B516 bei Rüthen: Staatsanwaltschaft fordert Gutachter an

Die B516 war zwischen Rüthen-Heidberg und Brilon - konkret zwischen Rüthen und dem Abzweig nach Brilon-Scharfenberg für rund zehneinhalb Stunden gesperrt.

Mit einer Drohne wurden für eine Rekonstruktion Aufnahmen der Unfallstelle gemacht.

"Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft kam ein Gutachter zum Unfallort. Die beteiligten Fahrzeuge wurden sichergestellt", teilte die Polizei mit. Die Feuerwehr Werl wurde zur Amtshilfe für die Polizei mit ihrer Drohne angefordert. Mit ihr wurden Luftaufnahmen der Unfallstelle angefertigt werden.

Die Feuerwehr unterstützte bei der Beseitigung des Schotters, der bei dem Unfall auf der B516 bei Rüthen auf der Straße landete.

Im Sauerland hatte es in der vergangenen Woche einen weiteren Aufsehen erregenden Unfall mit einem Lkw gegeben: In der Nähe der Veltins-Brauerei war ein Tankzug umgekippt, was eine stundenlange Straßensperrung zur Folge hatte. In Rheda-Wiedenbrück ist ein Tiertransporter mit 800 Puten in einen Graben gekippt, viele Tiere starben oder mussten getötet werden.

Wahnsinnsaktion: Unbekannte warfen Steine von einer Brücke auf die vielbefahrene B236.

Quelle: wa.de

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