Verursacher weiter auf der Flucht

Neue Infos zu Unfall-Drama auf der A44: Zwei Menschen schwerverletzt - Hinweise auf flüchtigen Verursacher

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[Update, 11.22 Uhr] Nächtliches Unfall-Drama auf der A44: Nach einem schweren Crash flüchtete der Verursacher. Jetzt steht fest: Zwei Menschen wurden dabei schwer verletzt. 

Es geschah am späten Freitagabend gegen 23.20 Uhr. Feuerwehr und Polizei wurden zu einem Unfall auf der A44 zwischen den Anschlussstellen Soest/Möhnesee und Werl-Süd gerufen. Dort lag ein schwer beschädigtes Auto auf dem Dach im Graben hinter der Leitplanke. Darin: zwei Personen.

Nach jetzigem Stand der Ermittlungen fuhr aufd er A44 ein Mann mit seinem Ford Mondeo auf das Heck eines Ford Fiestas auf. Durch die Wucht des Aufpralls kam der Fiesta rechts von der Fahrbahn ab. Der Wagen schleuderte in die Böschung, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. 

Die beiden Insassen, ein 27-jähriger Mann aus Ingolstadt und seine 26-jährige Beifahrerin wurden schwer verletzt. Die Beifahrerin konnte das Auto selbstständig verlassen, der Fahrer war dagegen eingeschlossen; ihn mussten die Rettungskräfte unterstützen. 

Der Fahrer des Mondeo hielt sein schwer beschädigtes Auto laut Polizei erst rund 150 Meter weiter auf der A44 in Richtung Dortmund. Der Airbag hatte ausgelöst, es gab Spuren von Blut im Wageninneren - doch keine Spur vom Fahrer. Der war verschwunden.  Aufgrund Beweismittel im Unfallwagen und im angrenzenden Grünbereich, verdichten sich die Hinweise derzeit konkret auf einen Mann, der als alleiniger Nutzer des Wagens in Frage kommt, so die Polizei.

Unfallzeugen schilderten der Polizei, dass der Flüchtige  bereits vor dem Unfall aufgefallen war. Sie beschrieben die Fahrweise des Mannes als aggressiv und rücksichtslos. Zudem soll er mit sehr hoher Geschwindigkeit den vorausfahrenden Autos sehr dicht aufgefahren sein und sich den Weg mit Lichthupe und Hupe frei gemacht haben.

Unfall auf A44: Auto auf Dach, flüchtiger Fahrer

Die Feuerwehr suchte das direkte Umfeld - Büsche und Mittelstreifen - mit der Wärmebildkamera ab, fand jedoch niemanden. Die alarmierte Polizei - im Einsatz waren Kräfte aus Dortmund und dem Kreis Soest - setzte einen Hubschrauber ein und suchte den Unfallverursacher im weiteren Umkreis ebenfalls mit Spezialkameras. Auch hier: ohne Ergebnis.

Noch in der Nacht hatte die Polizei den Fahrer des Autos mit Münchener Kennzeichen - wohl ein Leihwagen - ermittelt. Er wohnt in Recklinghausen. Mehrfach fuhr die dortige Polizei zur Wohnadresse des Mannes, zuletzt am Vormittag gegen 10.30 Uhr, fand den Gesuchten allerdings nicht vor. "Wir wissen, wen wir suchen, und irgendwann werden wir ihn hoffentlich kriegen", sagte ein Sprecher der Polizei Dortmund.

A44 in der Nacht lange gesperrt

Während der Suche und der Aufräumarbeiten war die Autobahn in Richtung Dortmund gesperrt. Der Verkehr wurde über die Anschlussstelle Soest/Möhnesee abgeleitet, später wurde nach Räumung des linken Streifens der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

Im Einsatz waren die Feuerwehr Soest mit beiden Innenstadtzügen, darunter die Kirmes-Wachbereitschaft und der Zug 6 der Feuerwehr Soest - die Züge 3 und 4 wurden alarmiert, um die Wache am Florianweg (Innenstadt) zum besetzen, da es während der Kirmes eine 24-Stunden-Wachbereitschaft gibt.

Feuerwehr-Sprecher Kai Weets lobte die vorbildliche Rettungsgasse und die umsichtigen Ersthelfer. Ein Unfallchirurg, der sich in der Sperrung befand, hatte sich bis zum Eintreffen der Feuerwehr um die Verletzten. Lkw-Fahrer hatten bereits vorbereitende Maßnahmen getroffen.

Bereits früher am Freitagabend gab es einen Unfall: Auf der A445 krachte ein Auto mit hohem Tempo in die Leitplanke. Auch sonst sind die Tage stressig für Polizei und Rettungskräfte im Kreis Soest. Die große Kirmes in Soest sorgt für Zusatz-Arbeit. Lesen Sie dazu auch: Die dunkle Seite der Allerheiligenkirmes: Straftaten, Notfälle und Sauereien.

Quelle: wa.de

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