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Fahrer hat „1000 Schutzengel“: Audi geht nach Unfall auf der A44 in Flammen auf

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Von: Daniel Schröder

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Auf der A44 ereignete sich am Montagnachmittag ein schwerer Unfall. Ein Audi war mit einem DHL-Transporter kollidiert. Im Zuge des Unfalls ging der Audi in Flammen auf. Der Fahrer hatte riesiges Glück.

Anröchte - Schwerer Unfall auf der A44: Gegen 14.10 Uhr kollidierten zwischen den Anschlussstellen Erwitte/Anröchte und Soest-Ost ein Audi und ein DHL Transporter miteinander.

Nach ersten Erkenntnissen sei es möglicherweise beim Fahrstreifenwechsel eines der beiden Fahrzeuge zu dem Zusammenstoß gekommen, berichtete ein Sprecher der Autobahnpolizei Dortmund.

Der Audi ging nach dem Unfall in Flammen auf.
Der Audi ging nach dem Unfall in Flammen auf. © Daniel Schröder

Der Fahrer des Audis, ein 24-Jähriger aus Gladbeck (Kreis Recklinghausen/NRW), verlor durch den Aufprall die Kontrolle über seinen Wagen und krachte in die Leitplanke. „Anschließend ging der Wagen aus noch unklaren Gründen in Flammen auf“, schilderte der Polizeisprecher.

Unfall auf der A44: Audi geht in Flammen auf - Rauch versperrt Feuerwehr die Sicht

Für die Rettungskräfte waren es höchst dramatische Anfangs-Minuten des Einsatzes. Denn: Zunächst war unklar, ob noch jemand im brennenden Audi eingeklemmt war. Als die Feuerwehr Anröchte wenige Minuten nach der Alarmierung an der Einsatzstelle angekommen war, gestaltete sich die Lage zunächst weiter unklar. „Der Audi stand in Vollbrand, doch der Westwind drückte den dichten Rauch so tief in unsere Richtung, dass wir anfangs keinen schnellen Überblick bekommen konnten“, schilderte Rafael Schmidt, Leiter der Feuerwehr Anröchte. Die komplette Autobahn in Richtung Dortmund sei verraucht gewesen.

Der Audi war mit einem DHL-Transporter (hinten) kollidiert.
Der Audi war mit einem DHL-Transporter (hinten) kollidiert. © Daniel Schröder

So musste sich das erste Löschfahrzeug zunächst einen Weg durch den Rauch bahnen, um die Flammen „von hinten“, also mit dem Wind, bekämpfen zu können. Glücklicherweise stellte sich zügig heraus, dass der Audi-Fahrer entgegen erster Befürchtungen nicht in seinem Fahrzeugwrack eingeklemmt worden war und sich aus eigener Kraft vor den Flammen ins Freie retten konnte. „Wäre er eingeklemmt gewesen, dann wäre es für den Fahrer wirklich schwierig geworden“, betonte Rafael Schmidt. Mit anderen Worten: Wäre der Mann eingeklemmt gewesen, hätte das für ihn wohl den sicheren Tod bedeutet.

Durch den dichten Rauch konnte die Feuerwehr zunächst keinen Überblick über die Einsatzstelle gewinnen.
Durch den dichten Rauch konnte die Feuerwehr zunächst keinen Überblick über die Einsatzstelle gewinnen. © Peitz/Feuerwehr Anröchte

Der Audi-Fahrer wurde zur weiteren Untersuchung in ein Soester Krankenhaus gebracht. Dort sollten weitere Untersuchungen ergeben, wie schwerwiegend seine Verletzungen sind. An der Einsatzstelle konnte zumindest vorsichtige Entwarnung gegeben werden - offenbar hatte der Fahrer „tausend Schutzengel an Bord“. Der Fahrer des DHL-Transporters, ein 44-Jähriger aus Kamen, wurde ebenfalls vom Rettungsdienst untersucht. Er erlitt nur leichte Verletzungen.

Unfall auf der A44: Audi geht in Flammen auf - zehn Kilometer Stau

Für die Feuerwehr war der Einsatz am Ende aufgrund der glücklichen Fügungen „ein ganz normaler Pkw-Brand“, der schnell gelöscht werden konnte. Dafür wurde unter anderem Schaum eingesetzt.

Der Wagen brannte vollständig aus. Wäre der Fahrer eingeklemmt worden, hätte er wohl keine Chance gehabt.
Der Wagen brannte vollständig aus. Wäre der Fahrer eingeklemmt worden, hätte er wohl keine Chance gehabt. © Daniel Schröder

Nach Angaben der Polizei entstand während des Einsatzes ein massiver Rückstau von fast sieben Kilometern Länge. Gegen 15.50 Uhr rollte der Verkehr wieder.

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