Tolle Bilder aus Münster

Ultraschall mit Rüssel zeigt Elefanten-Nachwuchs

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Auf diesem bereits im vierten Monat aufgenommenen Bild ist der kleine Elefantenkopf mit Rüssel oben links gut zu erkennen.

MÜNSTER - Halbzeit für die trächtige Elefantenkuh im Zoo in Münster. Ende des Jahres soll nach 22 Monaten ein Dickhäuter-Kalb zur Welt kommen. Jetzt gibt es erste Ultraschall-Bilder - mit Rüssel.

Der Zoo in Münster bekommt zum Jahresende Elefanten-Nachwuchs. Am Mittwoch veröffentlichte der Zoo erste Ultraschall-Bilder des kleinen Dickhäuters. Auf einem bereits im vierten Monat aufgenommenen Bild ist der kleine Elefantenkopf mit Rüssel gut zu erkennen (großes Foto). Jetzt, im elften Monat, macht die Technik nur noch einzelne Körperteile sichtbar. "Der Elefant ist jetzt so groß wie ein mittelgroßer Hund. Es ist alles ausgebildet, nur die Größe stimmt noch nicht", sagte die Hamburger Tierärztin und Elefanten-Expertin Imke Lüders, die den Zoo bis zur Geburt begleitet. (Siehe Foto rechts. Klicken Sie hier, um ein kurzes Ultraschall-Video zu sehen.)

Das aktuelle Ultraschallbild des Elefantenbabys im elften Monat - viel ist leider nicht mehr zu sehen. Klicken Sie hier zum Vergrößern des Bildes.

Der neue Elefant wird bei der Geburt zwischen 80 und 120 Kilogramm wiegen. Ob es ein Weibchen oder Männchen ist, können die Experten mit Hilfe des Ultraschalls - anders als beim Menschen - nicht erkennen. Der Ultraschall muss bei der Mutter eine rund 8 Zentimeter dicke Schicht durchdringen. Davon zählen 3,5 Zentimeter zur Haut.

Tierärztin Imke Lüders mit Michael Adler und Elefantenmutter Corny. Klicken Sie hier zum Vergrößern des Fotos.

Mutter Corny gehört zu einer Herde von sechs Asiatischen Elefanten in Münster. Es ist ihre erste Schwangerschaft. Vater Alexander, geboren 1978 in Tel Aviv, war bereits von 1994 bis 1998 in Münster. Damals sorgte er für den ersten Elefanten-Nachwuchs. "Das Tier starb allerdings 1999 kurz nach der Geburt", erzählt Revierleiter Michael Adler. Corny wurde 1996 im Hamburger Tierpark Hagenbeck geboren. In Münster ist sie seit 2003.

Bei ihr messen die Pfleger und Ärzte jetzt regelmäßig das Gewicht. "Für die Geburt ist es gut, wenn das Neugeborene klein und flutschig ist", erklärt Lüders. Sollten Mama und Kind zu viel Gewicht zulegen, steuert der Zoo beim Futter gegen.

Einen genauen Geburtstermin gibt es nicht. Ab Mitte November wird es spannend. "Dann werden wir Corny rund um die Uhr beobachten und auch nachts bei ihr sein", sagt Adler. - lnw

Quelle: wa.de

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