„Ulli“ wirbelt NRW ordentlich durch - "Andrea" schon in Startlöchern

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Vom Winde verweht: Die Landstraße 223 in Würselen bei Aachen musste für eineinhalb Stunden gesperrt werden, nachdem der Sturm zunächst den Anhänger eines Sattelzuges und später die Zugmaschine umgeweht hatte. Auch in Salzkotten (Kreis Paderborn) löste starker Seitenwind einen Verkehrsunfall aus.

ESSEN - Orkan „Ulli“ hat Nordrhein-Westfalen kräftig durchgeschüttelt. Größere Schäden blieben aber aus. „Ulli“ sei mit Windböen zwischen 85 und 100 Kilometern pro Stunde durchs Land gezogen, sagte Meteorologe Günther Hamm vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen.

In Wuppertal krachte ein rund 30 Meter hoher Baum in einen Dachstuhl. Der Baum wurde komplett entwurzelt. Durch die umfangreichen Regenfälle der vergangenen Tage sind die Wurzeln vieler Bäume destabilisiert worden. Die Stadt Dortmund warnte davor, den Stadtwald zu betreten. In Bielefeld wurde aus Sicherheitsgründen die Abendvorstellung des „Circus Eigenart“ abgesagt. In Oberhausen blieb das Theaterzelt der Musicalproduktion „Cats“ geschlossen.

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Starke Stürme seien typisch für warme Winter, sagt Meteorologe Hamm. Die Luftdruckgegensätze seien dann besonders stark ausgeprägt. Morgen erwarten die Meteorologen den nächsten schweren Sturm. Er wird „Andrea“ heißen, soll Graupel und Gewitter mitbringen und deutlich heftiger ausfallen als „Ulli“.Dann sollen auch die Wasserstände an Rhein und Ruhr weiter steigen. In Köln sind bereits Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser angelaufen. Gestern Nachmittag stand der Pegel in Köln bei 5,40 Meter, bis zum Wochenende könnte er auf 7 Meter steigen. Die Ruhr ist an einigen Stellen über die Ufer getreten. Die Talsperren im Sauerland sind zu gut 80 Prozent gefüllt. Nachdem der November total trocken gewesen sei, habe es im Dezember doppelt so viel geregnet wie im langjährigen Durchschnitt.

Der milde Winter lässt gleichzeitig die ersten Hasel-Pollen fliegen: Die Heuschnupfenzeit beginnt in diesem Jahr schon sechs Wochen früher als in einem kalten Winter. „Für Allergiker ist das der Beginn einer langen Leidenskette“, sagt Hamm. - dpa

Quelle: wa.de

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