Überraschung in Meinerzhagen

Feuerwehr findet beim Löschen eines Brandes eine Cannabisfarm

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Dicke Schläuche für die Belüftung: Das THW half, die Cannabisfarm leerzuräumen. 

Meinerzhagen - Überraschungsfund im Sauerland: Feuerwehrleute mussten beim Löschen eines Brandes in einem leerstehenden Haus in Meinerzhagen nicht über Tapeziertisch und Kleistereimer steigen, sondern über etwa 300 Cannabispflanzen.

Einen Überraschungsfund hat die Feuerwehr am Sonntagvormittag in Meinerzhagen gemacht. Als sie zu einem Brand an der Kohlbergstraße fuhr, sah von außen alles danach aus, als würden hier Mieter ihr neues Heim renovieren.

In Wahrheit jedoch wurde die nach Polizeiangaben mindestens 100 Quadrateter große Wohnung nur zum Zweck der Drogenproduktion angemietet. Mit der Plantage ist es nun vorbei. Aus Sicht der Täter wohl außerplanmäßig, denn besonders groß waren die Pflanzen noch nicht.

Die Polizei benötigte technische Unterstützung bei der Räumung. Die kam vom Technischen Hilfswerk, deren blaue Fahrzeugflotte am Kohlberg neugierige Blicke von Nachbarn und Passanten auf sich zog. Das THW demontierte zunächst die umfangreiche Elektrik, die provisorisch in dem Haus montiert war.

Das Cannabis wurde eingepackt und weggefahren.

Auch große Belüftungsschläuche und andere Gegenstände mussten abtransportiert werden. Erst dannach hatten die Drogenermittler genug Platz, um den Tatort zu begutachten.

Mieter der Wohnung lassen sich nicht blicken

Die Mieter der Wohnung haben sich bislang noch nicht wieder blicken lassen. Möglicherweise haben sie von dem Brand nicht nur aus dem Internet erfahren, sondern durch ihre eigene Überwachungskamera. Der Eingang des Hauses war entsprechend gesichert, auch ein Codeschloss wurde dort angebracht.

Was nun die Ursache für das Feuer war, ist Sache der Brandermittler. Da Cannabiszucht sehr energieintensiv ist, liegt der Verdacht nahe, dass es zu einem Kurzschluss oder einer Überlastung der Elektrik gekommen ist. Dies muss aber noch genau geklärt werden. - Markus Klümper

Quelle: wa.de

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