Dutzende Strafverfahren gegen Nordafrikaner

Übergriffe in Ahlener Notunterkünften - Mehrere Festnahmen

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Symbolbild

Ahlen - Seitdem der Stadt Ahlen (Kreis Warendorf) am Montag auf einen Schlag 230 überwiegend marokkanische männliche Asylbewerber zugewiesen wurden, kommt die Polizei in der westfälischen 53.000-Einwohner-Stadt nicht mehr zur Ruhe.

Nach Darstellung eines Polizeisprechers gebe es in den beiden Notunterkünften der Stadt seit der Ankunft der Marokkaner „fortwährende verbale Streitigkeiten und auch körperliche Übergriffe zwischen den teilweise stark alkoholisierten Zuwanderern“.

Innerhalb von vier Tagen wurde nach Informationen unserer Zeitung mehrere Dutzend Strafverfahren gegen die Nordafrikaner eingeleitet, neben Körperverletzungsdelikten auch wegen Ladendiebstählen und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Dabei fielen die Männer nicht nur innerhalb der Unterkünfte negativ auf. Die Taten ereigneten sich im gesamten Stadtgebiet. Wie viele Straftaten insgesamt begangen wurden, konnte ein Sprecher auf Anfrage unserer Zeitung am Donnerstagabend noch nicht sagen. Derzeit würden die Vorfälle ausgewertet. Die Ermittlungen laufen.

Seit der Ankunft der Asylbewerber am Montag wurde die Polizei immer wieder in die beiden Flüchtlingsunterkünfte gerufen. Es kam zu mehreren Festnahmen. Mehrere Flüchtlinge hielten sich nach Polizeiangaben illegal in der Bundesrepublik Deutschland auf, wie eine Überprüfung der Personalien ergab. Bereits am Dienstag wurde – so die Polizei in Warendorf – daraufhin eine Person ausgewiesen. Fünf Personen wurden in Gewahrsam genommen. Die Staatsanwaltschaft Münster hat in den Fällen wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts die Vorführung der Zuwanderer beim Amtsgericht beantragt.

Die Nordafrikaner – darunter auch einige unbegleitete Minderjährige – waren zuvor in der Registrierungsstelle in Herford erfasst worden und erst am Montag der Stadt Ahlen zugewiesen worden.

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Quelle: wa.de

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