Glätte im Berufsverkehr

Unfallserie und Probleme für Busse im Kreis Soest

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Glätte und unangepasste Geschwindigkeit sollen den Unfall in Iserlohn verursacht haben.

[UPDATE 9.30 UHR] HAMM/SOEST/MÄRKISCHER KREIS - Der Donnerstagmorgen ist im Berufsverkehr von Nordrhein-Westfalen von stellenweiser Glätte durch überfrorene Nässe gekennzeichnet. Einen Unfall mit hohem Sachschaden gab es in Iserlohn, besonders betroffen war aber der Kreis Soest.

Hier verzeichnete die Polizei bis 8 Uhr insgesamt 22 Verkehrsunfälle, von denen 15 auf glatte Straßen zurückzuführen waren. Fünf Personen wurden dabei verletzt, zwei von ihnen sogar schwer. Einzelheiten will die Polizei im Laufe des Tages mitteilen, so Polizeipressesprecher Frank Meiske. Aufgrund glatter Straßen gab es ab 6 Uhr im Bereich der Möhneschiene Probleme für den Busverkehr. Betroffen waren insbesondere Warstein, Rüthen und die Gemeinde Möhnesee, berichtete Pressesprecherin Annette Zurmühl vom Regionalverkehr Ruhr-Lippe.

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Im Verlauf der Linie C4 über Deiringsen und Günne konnte Brüningsen wegen der steilen Zufahrt zeitweise nicht bedient werden, glättebedingte Probleme gab es im Bereich der Gemeinde Möhnesee aber auch in Wamel auf der Hermann-Kätelhön-Straße. Durch die glatten Straßen kam es auf den betroffenen Linien zu etwa 20 Minuten Verspätung, inzwischen besserte sich die Lage jedoch wieder, so Zurmühl.

In Hamm ist auf der glatten Kamener Straße stadteinwärts um 5 Uhr ein Rollerfahrer (41) gestürzt, es verletzte sich dabei auf der Eisenbahnbrücke Kleine Werlstraße leicht. Sachschaden blieb aus. Einen zweiten witterungsbedingten Unfall gab es auf der Chemnitzer Straße/Hafenstraße. Hier kollidierten zwei Pkw, wie die Pressestelle der Polizei Hamm auf Anfrage mitteilte. Der Sachschaden beläuft sich hier auf rund 10.000 Euro.

Die demolierte Fensterfront des Iserlohner Autohauses.

Einen Unfall mit deutlich höherem Sachschaden gab es in Iserlohn bereits um 4.37 Uhr. Ein 21-jähriger Schwerter versuchte an der Kreuzung Mendener Straße/Seilerseestraße bei Rot mit seinem BMW zu bremsen, geriet jedoch aufgrund der Glätte und unangepasster Geschwindigkeit - so die Polizei - ins Schleudern und durchschlug vor einem Autohaus eine Steineinfassung und Metallabsperrung.

Er kam erst an der Glaseinfassung des Verkaufsraums zum Stehen. Diese durchschlug er zwar nicht, drückte sie jedoch ein. Durch die Schleuderbewegung flogen Steine und Rohre unkontrolliert vor das Gebäude und einen Neuwagen. Der 20-jährige Beifahrer verletzte sich leicht. Der Sachschaden wird auf insgesamt 100.000 Euro geschätzt. Das Fahrzeug ist ein Totalschaden.

Weitere Unfälle gibt es im Märkischen Kreis nicht zu vermelden. "Es ist bei uns ruhig", beurteilte Dietmar Boronowski aus der Polizei-Pressestelle auf Anfrage die aktuelle Lage. - ecke/tbg

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Quelle: wa.de

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