Überfall auf Supermarkt-Chef: Azubi vor Gericht

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DORTMUND - Erst entstand ein "Selfie" mit Sturmhauben, dann ging es los: Vor sechs Monaten wurde in Dortmund der Leiter eines REWE-Marktes überfallen - seit Dienstag beschäftigt der Raubzug das Dortmunder Landgericht. Angeklagt sind die drei mutmaßlichen Täter und ein damaliger Auszubildender.

Der 21-Jährige soll den entscheidenden Tipp gegeben haben. Zum Prozessauftakt haben sich die vier jungen Männer noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Auf einem Handy soll es allerdings ein Foto geben, das drei der Angeklagten mit Sturmhauben zeigt. Außerdem gibt es angeblich ein Foto von der Beute.

Der Marktleiter war am Abend des 4. August 2014 überfallen worden, als er gerade die Wochenendeinnahmen zur Bank bringen wollte. Die maskierten Täter setzten Pfefferspray ein und sollen rund 43 000 Euro erbeutet haben. Laut Anklage hatte der Auszubildende das Geschäft an der Seite seines Chefs verlassen und den Mitangeklagten kurz darauf ein verabredetes Handzeichen gegeben.

Die Polizei hatte die Angeklagten nur wenige Tage nach der Tat festgenommen. Der mit 27 Jahren Älteste von ihnen hatte daraufhin sofort ein Geständnis abgelegt. Nach Angaben der Verteidiger konnte ein Großteil der Beute sichergestellt werden. Das Dortmunder Landgericht hat für den Prozess zunächst noch fünf Verhandlungstage bis zum 20. März vorgesehen. - dpa

Quelle: wa.de

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